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Normale Version: H. Coleridge: How long I sail’d, and never took a thought
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Hartley Coleridge


How long I sail’d, and never took a thought
To what port I was bound! Secure as sleep,
I dwelt upon the bosom of the deep
And perilous sea. And though my ship was fraught

With rare and precious fancies, jewels brought
From fairy-land, no course I cared to keep,
Nor changeful wind nor tide I heeded ought,
But joy’d to feel the merry billows leap,

And watch the sunbeams dallying with the waves;
Or haply dream what realms beneath may lie
Where the clear ocean is an emerald sky,

And mermaids warble in their coral caves,
Yet vainly woo me to their secret home; -
And sweet it were for ever so to roam.



So lang ich segelte, ich nicht begriff
zu welchem Hafen. Ganz als ob ich schlief
verweilte ich am Busen dieser tiefen,
gefährlich tiefen See. Obwohl mein Schiff

beladen war mit Phantasien, bringend
den Feenschatz, ich keine Pläne machte,
ich weder Wind noch Tidenhub beachte,
nur schauend, wie die lustgen Wellen springen.

Ich seh die Sonne auf dem Wasser flimmern
und kann in frohen Träumen Reiche schauen,
wo meine See gleicht dem smaragdnen Himmel.

In ihren Grotten singen Meerjungfrauen
mir ihr Geheimstes noch anzuvertrauen
und süß war es umherzuschweifen immer.
Hallo Zaunkönig,
Gleich die Anfangszeile interpretiere ich anders, nämlich: Wie lang ich doch schon auf See gefahren bin/war, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, wohin die Reise ging.

Das zweifache 'tiefen' in Zeile 3/4 stört mich etwas.

Und in der letzten Zeile kommt er dann auf den Anfang zurück, wenn er sagt:

wie schön wäre es doch, für immer so umherzuschweifen. Das implizite Aber wird dann nicht weiter behandelt, steckt aber deutlich darin.

Da der Mittelteil ja bereits steht, kannst du diesen Rahmen sicher leicht dazubauen.

LG Silja
Wie lange ich auch schon gesegelt bin,
fragt' ich doch nicht wohin.
Als ob ich schlief
verweilte ich am Busen dieser tiefen,
gefährnisvollen See. Mit Phantasien

beladen war mein Schiff, Juwelen bringend
vom Feenland,
ich keine Pläne machte.
ich weder Wind noch Tidenhub beachte,
nur schauend, wie die lustgen Wellen springen.

Ich seh die Sonne auf dem Wasser flimmern
und kann in frohen Träumen Reiche schauen,
wo meine See gleicht dem smaragdnen Himmel.

In ihren Grotten singen Meerjungfrauen
mir ihr Geheimstes noch anzuvertrauen.
Ach, süß war's so umherzuschweifen immer.
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