Sonett-Forum

Normale Version: Sonntag Morgen
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Sonntag Morgen



Am Sonntag Morgen liegt es sich so schön,
wenn kein Termin den neuen Tag zerstückelt.
Wie mühelos die Welt ist, eingewickelt
in die noch warme Decke, das Getön

der Kirchenglocken sanft im Ohr, zerfließt
das Zeitgefühl auf leichtem Wolkenfloß.
Ein letzter Traumrest produziert sich groß -
verfliegt dann, während man ihn noch genießt.

Doch plötzlich schiebt sich eine Hand ganz zart
zu mir heran. Wie find ich das? Ich küss’
sie, blinzle, ob der Rest von dir schon wach ist.

Du tust als wenn du schliefest. Wie apart!
Ob an mir selbst noch irgendetwas schwach ist?
Ich prüfe gut und finde gar kein Hindernis.
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