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Normale Version: Madison Cawein: The Swashbuckler
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Madison Cawein
1865 - 1914 USA

THE SWASHBUCKLER

SQUAT-NOSED and broad, of big and pompous port;
A tavern visage, apoplexy haunts,
All pimple-puffed: the Falstaff-like resort
Of fat debauchery, whose veined cheek flaunts

A flabby purple: rusty-spurred he stands
In rakehell boots and belt, and hanger that
Claps when, with greasy gauntlets on his hands,
He swaggers past in cloak and slouch-plumed hat.

Aggression marches armies in his words;
And in his oaths great deeds ride cap-à-pie;
His looks, his gestures breathe the breath of swords;
And in his carriage camp all wars to be:—
With him of battles there shall be no lack
While buxom wenches are and stoops of sack.



Der Aufschneider

Knautschnasig, breit, von kräftiger Statur,
Ein Kneipenantlitz, schief und pockennarbig.
Die Adern treten auf den wangen farbig
hervor als manchen Zechgelages Spur.

Da steht er: rostgespornt und insigniert
mit Stiefeln, Gurt; es glänzt das Handschuhleder
und seine Schnallen klappern hört ein jeder,
wenn er im Mantel durch den Saal stolziert.

Geharnischt schreitet bei ihm jeder Satz,
die großen Taten stehn ihm auf der Stirn.
In jedem Atemzug atmet das Schwert;
Bis an die Zähne ist sein Gang bewehrt.
Es mangelt nicht an Schlachten, wilder Hatz,
steht er vor Anzughanseln, strammen Dirnen.
Hallo zaunkönig,


gut gelöst, aber deinen Anzughanseln trau ich nicht so ganz. Ich denke, mit sack ist der Wein gemeint, stoops of sack sehe ich da in Richtung Stapel von Fässern mit Sack.

Sneaky
Smile Smile Smile
Schlachtroß

Die Nase breit, ein vierspänniger Arsch,
ne Kneipenfresse, die vorm Schlagfluss steht,
bepickelt, Wangen purpurrot und harsch,
spickfett vom Suff, seht wie der Falstaff geht:
Rostroter Sporn am Stulpenstiefel dran,
krachledergurt- und portepeeverziert
mit Sattelfett am Handschuh walzt er an,
sein Cape, sein Federnhut keck arrangiert.
Sein Wortschwall hätt Bramarbas noch beschämt,
Metaphernwahnwitz schwingt in jedem Fluch,
die Worte damaszenerstahlverbrämt,
dampft ihm aus allen Poren Schlachtgeruch.
Er wird in jedem Strauß sich stets bewähren,
wo`s Weiber gilt oder das Humpenleeren.
Hallo Sneaky,

Wußte ich doch, daß du an diesem Stück nicht vorbeikommst!

Ein schwieriger Text, mit seinen teils volksnahen, derben, teils recht seltenen Begriffen und Wendungen. Da auch stilistisch das rechte Maß zu halten ist schon eine Herausforderung. Gefällt mir sehr gut, deine Lösung.

Die Schlußzeile habe ich nochmal nachgeschlagen. Bei den "stoops" ist wohl tatsächlich "stoup" für Becher / Krug gemeint. Mein Reise-Dix gab diese Bedeutung so nicht her. Also dann:

Er schwadroniert von Schlachten, wilder Hatz,
kreist erst der Wein im Beisein strammer Dirnen.


LG ZaunköniG
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