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Normale Version: E. Barrett Browning: The Prisoner
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Elizabeth Barrett-Browning

THE PRISONER


I COUNT the dismal time by months and years,
Since last I felt the greensward under foot,
And the great breath of all things summer-mute
Met mine upon my lips. Now earth appears
As strange to me as dreams of distant spheres,
Or thoughts of Heaven we weep at. Nature's lute
Sounds on behind this door so closely shut,
A strange, wild music to the prisoner's ears,
Dilated by the distance, till the brain
Grows dim with fancies which it feels too fine;
While ever, with a visionary pain,
Past the precluded senses, sweep and shine
Streams, forests, glades,--and many a golden train
Of sunlit hills, transfigured to Divine.


Der Gefangene

Ich zähl die Zeit nach Monaten und Jahren,
seit ich den Rasen untern Füßen spürte,
als mich der Dinge Sommerhauch berührte
an meinen Lippen. Die mir nahe waren

sind heute fremd, wie Träume ferner Kreise,
wie das beweinte Paradies. Natur
singt weiter hinter der verschlossnen Tür.
Für den Gefangnen eine fremde Weise

sich in der Ferne öffnet. Der Verstand
sich von erfühlten Phantasien beschwert
und stets erfüllt von vorgeahntem Schmerz

der trägen Sinne, treibend wälderwärts,
zu Flüssen, Lichtungen, ins Sonnenland,
das gold scheint, bis ins Göttliche verklärt.
Hallo Zaunkönig,
sehr schön! Ein sehr feines Sonett, ebenso schön übertragen. Nichts zu beanstanden. Bravo!

LG Silja
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