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Normale Version: John Donne: La Corona 2
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John Donne
1572 - 1631

La Corona


Deign at my hands this crown of prayer and praise,
Weaved in my low devout melancholy,
Thou which of good, hast, yea art treasury,
All changing unchanged anciend of days;

But do not, with a vile crown of frail bays,
Reward my muse’s white sincerity,
But what thy thorny crown gained, that give me,
A crown of glory, which doth flower allways;

The ends crown our works, but thou crown’st our ends,
For, at our end begins our endless rest;
The first last end, now zealously possessed,

With a strong sober thirst, my soul allends.
´Tis time that heart and voice be lifted high,
Salvation to all that will is nigh.




Fürbitte
Ü: ZaunköniG

Gewähr der Hand Lohn für Gebet und Lob,
der du den Schatz hast, nein, der du es bist!
daß sich die Ewigkeit, die deine ist,
sich tief meiner Melancholie verwob.

Doch nicht wer mir den Lorbeer überschob
lohnt’ recht, der brüchig wird und bald zersplißt:
Dein Dornenkranz bleibt wahr und wird gewiß
die Ruhmeskrone, die erblüht darob.

Das Ende krönt mein Werk, doch du das Ende,
daß, wenn das End beginnt, man endlos lebt.
Um dienstbar zu erfülln, dies Ziel, das groß,

schür meinen Durst und lenke meine Hände
bis sich in schwerer Zeit dein Wort erhebt.
Sag die, die suchen ihrer Fesseln los.



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Deign at my hands this crown of prayer and praise,
Weaved in my low devout melancholy,
Thou which of good, hast, yea art treasury,
All changing unchanged ancient of days;

But do not, with a vile crown of frail bays,
Reward my muse’s white sincerity,
But what thy thorny crown gained, that give me,
A crown of glory, which doth flower allways;

The ends crown our works, but thou crown’st our ends,
For, at our end begins our endless rest;
The first last end, now zealously possessed,

With a strong sober thirst, my soul allends.
´Tis time that heart and voice be lifted high,
Salvation to all that will is nigh.

Gewähre

Gewähr, dass Dank und Lob sich siebenfach verbindet,
als Band aus meiner tiefgläubigen Traurigkeit,
du Gott der Güte, einzig wahre Kostbarkeit,
du Quell der Tage, der die Tage in sich bindet,
doch nicht dass man mir eitlen Lorbeer windet
als Lohn für die Gedanken meiner Dienstbarkeit,
gib, was die Dornenkrone dir erwarb in Ewigkeit,
das Licht, das deinen Ruhm durch alle Zeit verkündet;
Der Schluss krönt unser Werk, doch du krönst unser Ende,
denn enden wir, ruhn wir in dir durch alle Ewigkeit,
nach diesem Anfang ohne Ende strebt allzeit,
mit unstillbarem Durst mein Herz, daß es sie fände:
So will die Seele sich wie meine Stimme hoch erheben:
Wer die Erlösung sucht, dem wird sie auch gegeben.
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