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Normale Version: Raimundo Correia: Saudade
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Raimundo Correia
1859 - 1911 Brasilien

Saudade

Aqui outrora retumbaram hinos;
Muito coche real nestas calçadas
E nestas praças, hoje abandonadas,
Rodou por entre os ouropéis mais finos...

Arcos de flores, fachos purpurinos,
Trons festivais, bandeiras desfraldadas,
Girândolas, clarins, atropeladas
Legiões de povo, bimbalhar de sinos...

Tudo passou! Mas dessas arcarias
Negras, e desses torreões medonhos,
Alguém se assenta sobre as lájeas frias;

E em torno os olhos úmidos, tristonhos,
Espraia, e chora, como Jeremias,
Sobre a Jerusalém de tantos sonhos!...


Wehmut

Man hörte früher hier Fanfarenschall
von königlichen Kutschen in den Gassen
und auf den Plätzen (die heut verlassen)
mit goldnen Ornamenten überall...

...mit Blumenbögen, Fackeln und Salut
und rings herum die wehnden Fahnen waren
und Girandolen... Alles überfahren
von den Legionen einer Plebjer-Brut...

Vorbei! Zerstört sind die Gewölbedecken,
und schwarz sich die zerstörten Türme recken,
doch jemand setzt sich auf den kalten Stein,

schaut traurig ringt in den verheerten Raum,
- und weint; ganz wie Jeremias weint
um sein Jerusalem und seinen Traum.
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