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Normale Version: Rudyard Kipling: The Road To En-Dor
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THE ROAD to En-dor is easy to tread
For Mother or yearning Wife.
There, it is sure, we shall meet our Dead
As they were even in life.
Earth has not dreamed of the blessing in store
For desolate hearts on the road to En-dor.

Whispers shall comfort us out of the dark—
Hands—ah God!—that we knew!
Visions and voices — look and hark!—
Shall prove that the tale is true,
An that those who have passed to the further shore
May' be hailed — at a price — on the road to En-dor.

But they are so deep in their new eclipse
Nothing they say can reach,
Unless it be uttered by alien lips
And framed in a stranger's speech.
The son must send word to the mother that bore,
'Through an hireling's mouth. 'Tis the rule of En-dor.

And not for nothing these gifts are shown
By such as delight our dead.
They must twitch and stiffen and slaver and groan
Ere the eyes are set in the head,
And the voice from the belly begins. Therefore,
We pay them a wage where they ply at En-dor.

Even so, we have need of faith
And patience to follow the clue.
Often, at first, what the dear one saith
Is babble, or jest, or untrue.
(Lying spirits perplex us sore
Till our loves—and their lives—are well-known
at En-dor). . . .

Oh the road to En-dor is the oldest road
And the craziest road of all!
Straight it runs to the Witch's abode,
As it did in the days of Saul,
And nothing has changed of the sorrow in store
For such as go down on the road to En-dor!


Der Pfad nach En-dor ist leicht zu begehen
von Mutter und sehnendem Weib.
Denn dort, das ist sicher, werden wir sehen
die Toten, als lebe ihr Leib.
Kein Traum dieser Erde rief jemals hervor
solch Trost für ein Herz auf dem Weg nach En-dor.

Ein Wispern im Dunkeln mit tröstlichem Sinn,
Hände – oh Gott! die wir kannten,
Visionen und Stimmen, - hör zu und sieh hin –
bezeugen, was Sagen benannten:
Bezahle den Preis, dann treten durchs Tor,
die Toten, bereist du den Pfad nach En-dor.

Doch jene sind fern uns in fremdem Licht,
ihr Wort unsern Ohren zu leise,
es sei, dass ein fremder Mund es spricht,
verhüllt nach der Fremden Weise.
Der Sohn schickt der Mutter, die ihn verlor,
durch Mietlinge Kunde. So will es En-dor.

Doch nicht für umsonst wird uns dies gewährt,
was die Toten freudig erleben,
Die Kundigen geifern, und Zucken durchfährt
lang den Leib, eh die Blicke sich heben,
ein Wort aus dem Inneren steigt empor.
Der Seher will Lohn für den Blick nach En-dor.

Selbst dann noch muss Glauben in uns sein,
Geduld um den Hinweis zu sehen,
Sehr oft kann man statt der Lieben allein
nur Lärmen und Lügen verstehen.
Oft trügen die Stimmen, die man beschwor,
bis die Toten, ihr Leben, bekannt ist En-dor.

Der Pfad nach En-dor ist so alt wie die Welt,
dort sucht sich der Wahnsinn die Beute,
er führt hin zu Hexen, wie man erzählt.
Von Sauls Befragung bis heute,
kein Wandel seither, nichts ruft Schmerzen hervor,
wie den, der dich packt auf dem Weg nach En-dor.
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