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Normale Version: Rudyard Kipling: The Female Of The Species
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The Female Of The Species

WHEN the Himalayan peasant meets the he-bear in his pride,
He shouts to scare the monster, who will often turn aside.
But the she-bear thus accosted rends the peasant tooth and nail.
For the female of the species is more deadly than the male.

When Nag the basking cobra hears the careless foot of man,
He will sometimes wriggle sideways and avoid it if he can.
But his mate makes no such motion where she camps beside the trail.
For the female of the species is more deadly than the male.

When the early Jesuit fathers preached to Hurons and Choctaws,
They prayed to be delivered from the vengeance of the squaws.
'Twas the women, not the warriors, turned those stark enthusiasts pale.
For the female of the species is more deadly than the male.

Man's timid heart is bursting with the things he must not say,
For the Woman that God gave him isn't his to give away;
But when hunter meets with husbands, each confirms the other's tale—
The female of the species is more deadly than the male.

Man, a bear in most relations—worm and savage otherwise,—
Man propounds negotiations, Man accepts the compromise.
Very rarely will he squarely push the logic of a fact
To its ultimate conclusion in unmitigated act.

Fear, or foolishness, impels him, ere he lay the wicked low,
To concede some form of trial even to his fiercest foe.
Mirth obscene diverts his anger—Doubt and Pity oft perplex
Him in dealing with an issue—to the scandal of The Sex!

But the Woman that God gave him, every fibre of her frame
Proves her launched for one sole issue, armed and engined for the same;
And to serve that single issue, lest the generations fail,
The female of the species must be deadlier than the male.

She who faces Death by torture for each life beneath her breast
May not deal in doubt or pity—must not swerve for fact or jest.
These be purely male diversions—not in these her honour dwells—
She the Other Law we live by, is that Law and nothing else.

She can bring no more to living than the powers that make her great
As the Mother of the Infant and the Mistress of the Mate.
And when Babe and Man are lacking and she strides unclaimed to claim
Her own right as femme (and baron), her equipment is the same.

She is wedded to convictions—in default of grosser ties;
Her contentions are her children, Heaven help him who denies!—
He will meet no suave discussion, but the instant, white-hot, wild,
Wakened female of the species warring as for spouse and child.

Unprovoked and awful charges—even so the she-bear fights,
Speech that drips, corrodes, and poisons—even so the cobra bites,
Scientific vivisection of one nerve till it is raw
And the victim writhes in anguish—like the Jesuit with the squaw!

So it comes that Man, the coward, when he gathers to confer
With his fellow-braves in council, dare not leave a place for her
Where, at war with Life and Conscience, he uplifts his erring hands
To some God of Abstract Justice—which no woman understands.

And Man knows it! Knows, moreover, that the Woman that God gave him
Must command but may not govern—shall enthral but not enslave him.
And She knows, because She warns him, and Her instincts never fail,
That the Female of Her Species is more deadly than the Male.


Das Weibchen jeder Gattung
Trifft der Himalayawandrer einen wilden Bären an,
brüllt er, um das Biest zu schrecken, öfters trollt das Vieh sich dann.
Treibt er Gleiches mit der Bärin, frisst sie ihn mit Haut und Haar,
denn vom Weibchen jeder Gattung, droht mehr als vom Mann Gefahr.

Hört beim Sonnenbaden Schritte Nag, der Königskobramann,
schlängelt er sich manchmal seitwärts, weicht oft aus, so gut er kann.
Doch das Königskobraweichchen denkt nicht so, auch hier wird klar,
von dem Weibchen jeder Gattung droht stets größere Gefahr.

Als die Jesuitenväter Mohawks missionierten, Choctwas,
beteten sie“ Herr, beschütz uns, vor dem Zorn, der Wut der Squaws“.
Denn nur die und nicht die Krieger nahmen sie voll Furcht gewahr,
weil: Vom Weibchen einer Gattung droht mehr als vom Mann Gefahr.

Feige ist das Herz des Mannes, birst beinah, weil er nichts sagt,
doch er weiß, Gott gab das Weib ihm, weshalb er sich nicht beklagt.
Doch spricht Jäger je mit Hausmann, wird es beiden offenbar:
Von dem Weibchen jeder Gattung droht mehr als vom Mann Gefahr.

Männer, meist Beziehungsschweine, Würmer sonst, teils auch Barbar –
Männer sind stets für Verhandlung, legen Kompromisse dar.
Doch gilts konsequent zu handeln, weil es ist, wies nun mal ist,
wird an Männer allerorten allzuoft Stringenz vermisst.

Ob aus Furcht, aus Dummheit sperrt er keinen Gauner sofort ein,
schafft Gehör ihm bei Prozessen, mag der auch sein Todfeind sein.
Mancher Scherz vertreibt den Ärger, Mitleid, Zweifel tun ihr Teil,
weg von sachgerechtem Handeln, Frauenzorn kocht hoch derweil.

Denn das Weib, das Gott ihm gab, ist auf eins nur fokussiert,
Körper, Herz und Kopf gepanzert, auf ein Ziel hin maximiert:
Dass die Generationen nicht versiegen ganz und gar,
droht vom Weibchen jeder Gattung mehr als von dem Mann Gefahr.

Sie, die Folterqualen duldet, soll das Leben neu gelingen
darf der Zweifel nicht bekümmern, noch der Scherz vom Weg abbringen.
Das ist Ablenkung für Männer, dort ist all ihr Wert nur leer,
Sie, das andere Gesetz des Lebens, ist Gesetz, nichts weiter mehr.

Mehr als das kann sie nicht geben, diese Kraft – sie ist nicht klein -
als den Kindern eine Mutter, als dem Mann die Frau zu sein.
Und wenn Mann und Kinder fehlen, und sie wählt den Weg allein,
sucht Geburtsrecht sie dem Mann gleich, geht sie ihn im Frauensein.

Sie ist Gattin der Gewissheit – da es Gröberes nicht gibt,
und ihr Wettbewerb heißt Kinder, wehe dem, der die nicht liebt.
Der trifft statt auf Wortgeplänkel auf die Kraft des Wirbelwinds,
die in jeder Frau erwacht, wenn sie kämpft um Mann und Kind.

Aus dem heitern Himmel fallen Schläge wie sie Bären führen,
Worte die wie Kobrabisse Gift versprühen, korrodieren,
Nerven zielgerichtet quälen, bis sie reißen und der Leib
ihrer Opfer schreiend zuckt (Jesuit und Mohawkweib).

Also kommts, dass Mann, der Feigling, nimmt er denn am Volksrat teil,
mit noch andren großen Kriegern, Frauen dort verwehrt ihr Teil,
wenn sich Theorie und Praxis streiten, er die Hände hoch erhebt,
zu abstrakten Götterbergen, wo kein Frauengeist je lebt.

Männer wissens, wissen weiter, dass die Frau, von Gott geschenkt,
nur bezaubern darf, nicht hexen, nur befiehlt, doch niemals lenkt.
Und Sie weiß das, weiß im Warnen, was sie weiß ist nur zu wahr:
Von dem Weibchen jeder Spezies droht mehr als vom Mann Gefahr.
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