Sonett-Forum

Normale Version: Anna Hempstead Branch: When Loveliness Goes By
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While Loveliness Goes By

Sometimes when all the world seems gray and dun
And nothing beautiful, a voice will cry,
"Look out, look out! Angels are drawing nigh!"
Then my slow burdens leave me, one by one,
And swiftly does my heart arise and run
Even like a child, while loveliness goes by--
And common folk seem children of the sky,
And common things seem shapéd of the sun.
Oh, pitiful! that I who love them, must
So soon perceive their shining garments fade!
And slowly, slowly, from my eyes of trust
Their flaming banners sink into a shade!
While this earth's sunshine seems the golden dust
Slow settling from that radiant cavalcade.

Manchmal - erscheint die Welt mir trüb und grau
und hässlich - tönt ein heller Ruf in mir:
"Sieh doch, es schreiten Engel vor der Tür"
Da schwindet meine Last wie Morgentau,
mein Herz schlägt rascher wenn ich kindgleich schau.
Dann ruht auf allem Mensch und Ding und Tier
ein Licht als fiele auf das Jetzt und Hier
ein Abglanz von des Himmels Sonnenau.

Wie traurig, ich, die ich sie liebe, muss
so früh erkennen, ihre Schleier sinken.
Sehr langsam kommt mein Auge zu dem Schluss,
dass Schatten ihre hellen Farben trinken,
und Licht nur eins ist: staubgewordner Gruß
von jener Karawane goldnem Blinken.
Hallo Sneaky,

Deinen Einstieg finde ich etwas umständlich formuliert mit dem Einschub.
Mein Vorschlag wäre:

Wenn mir die Welt manchmal so trüb und grau
erscheint, dann tönt...

Schade dass du die Parallelität in Z. 7/8 nicht erhalten hast. Die scheint mir rhetorisch kräftiger, auch wenn du inhaltlich alles untergebracht hast.

Umständlich formuliert finde ich auch den Einstieg in die Terzette.

Und wie oft bei deinen Übersetzungen unterschlägst du den Titel...

Schau einfach nochmal drüber, es sollten keine allzu großen Eingriffe nötig sein.

LG ZaunköniG
Hallo Zaunkönig,#

alles gute Einwände, ich hab mal versucht nachzubesseren..

Danke und Gruß

Sneaky

Während Schönes vorbeigeht.

Erscheint die Welt mir manchmal trüb und grau
und hässlich - tönt ein heller Ruf in mir:
"Sieh doch, es schreiten Engel vor der Tür"
Da schwindet meine Last wie Morgentau,
mein Herz schlägt rascher wenn ich kindgleich schau.
Dann funkelt auf gemeinen Ding und Tier,
gemeinem Mensch ein Licht im Jetzt und Hier
als seis ein Stück Azur der Sonnenau.

Dann traure ich da ich erkennen muss
Geliebtes wird nur allzuschnell versinken.
Sehr langsam kommt mein Auge zu dem Schluss,
die Schatten werden ihre Farben trinken,
und Sonnenlicht ist staubgewordner Gruß
von jener Karawane goldnem Blinken.

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