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Normale Version: Alexander Craig: To Pandora
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Alexander Craig
1567 - 1627 Grossbritannien


To Pandora

Go you, O winds that blow from north to south,
Convey my secret sighs unto my sweet;
Deliver them from mine unto her mouth,
And make my commendations till we meet.
But if perhaps her proud aspiring sprite
Will not accept nor yet receive the same,
The breast and bulwark of her bosom beat,
Knock at her heart, and tell from whence you came;
Importune her, nor cease nor shrink for shame.
Sport with her curls of amber-colored hair,
And when she sighs, immix yourselves with thame,
Give her her own, and thus beguile the fair.
Blow winds, fly sighs, whereas my heart doth haunt,
And secretly commend me to my saunt.



Für Pandora

Oh, weht von Nord bis Süd, ihr sanften Winde,
tut meine Seufzer meiner Liebsten kund:
nehmt sie von meinem, schenkt sie ihrem Mund
und schmeichelt ihr, bis wir uns wiederfinden.

Doch wenn sie dann mit stolz erhobnem Sinn
vielleicht verweigert jene anzunehmen,
schlag an das Bollwerk ihrer Brust, bezähme
ihr Herz und sag das ich der Sender bin.

Bedrängt sie, lasst nicht ab, noch weicht, und spürt
den Locken nach im Amberhaar. Ja, wann
sie seufzt, mengt euch auch selbst hinein, und dann
gebt ihr sich selbst, dass sie sich selbst verführt.

Fliegt, Winde, hin, wo ihr mein Herz erschaut,
dass ihr mir ihr Geheimnis anvertraut.



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