Sonett-Forum

Normale Version: Bernhard Severin Ingemann: Svanesang 11
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
Bernhard Severin Ingemann
1789 – 1862 Dänemark

Svanesang
..................(an seine Ehefrau Lucie)


11

I Nordens Liv sig reiser Aand mod Jætte
Saalænge Lys og Mulm i Tiden skifter;
Usalig Fred kun Lokekløgten stifter,
Som drager ned det Gode til det Slette.

Det grimme Skjønne vil sig Krandse flette
Med Skovtroldspøg og kaade Faunbedrifter;
Men Aanden samler, hvor dens Vinge vifter,
Det Alvorsdybe med det Fuglelette.

Du elsked hvad nu kun den Ungdom fatter,
Der ei fordølger Sjælens Ild forlegen
Af frygt for Antiromantikens Latter,

Og Phantatus ei blev alderstegen:
Hvad Livet sang med Blus paa Ungdomskinder
Du elsker med et halvt Aarhusdreds Minder.



11

Der Geist des Nordens muss mit Riesen fechten,
solang sich wechseln Finsternis und Bläue.
Den Falschen Frieden stiftet Lokis Schläue
und wandelt alles Gute hin zum Schlechten.

Der böse Richter will sich Kränze flechten
durch Werk von Faunen und durch Trollbetragen.
Doch schöpfe Atem: Durch ein Flügelschlagen
wird vogelleicht der Ernst von dunklen Mächten.

Du liebtest wie es nur die jungen machen,
die nicht verheimlichen der Lust Gewalt,
aus Furcht vor andrer abgeklärtem Lachen.
Der Phantasus wird bei dir niemals alt:

Des Lebens Glut auf jugendlichen Wangen
ist noch in der Erinnerung gefangen.
Referenz-URLs