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Normale Version: Bernhard Severin Ingemann: Svanesang 15
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Bernhard Severin Ingemann
1789 – 1862 Dänemark

Svanesang
..................(an seine Ehefrau Lucie)

15

Naturens Sjæleliv fornam Du stille,
Hvor Nattergalen slog i dunkle Lund,
Hvor Fisken dukked op fra Søens Bund,
Hvor Bøgen sused over Bæk og Kilde.

Du elsked Livets Røst i Toner milde,
Dog mest hvor Sjælen, vakt af Drømmeblund,
Med Røst fra Menneskenaturens Grund
Kan Aandens Flugt med Ordets Magt afbilde.

Men høiest elsked Du den Konst af alle,
Som Livets Røst for Øiet kan fremkalde
I Tegn og Billed af det største Ord:

Gudmenneskets paa Jorden tabte Spor
Du vilde ydmyg søge alle vegne
Og Dem med Billedfarvers Glands betegne.



15

Die Seelen der Natur vernahmst du stille,
wo Vogelstimmen durch die Wälder wehen,
wo Fische tauchen auf vom Grund der Seen,
Wo Buchen rauschen über Bach und Quelle.

Des Lebens Stimmen liebtest du, die milden,
wo Seelen wachen aus so dunklen Träumen,
mit Stimmen aus des Menschen Innenräumen
und Wortesmacht den andren Flug abbilden.

Der Kunst hast du noch mehr Lieb' dargebracht,
wo Lebensstimmen vor dem Aug' erwachten,
in Bildern und Symbolen auf das Wort!

Die Guten, Frommen suchst du allernort
in Demut um den Pfad nicht zu verlieren.
Mit Malerfarben wolltst du sie skizzieren.
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