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Normale Version: Pierre de Ronsard: Les Amours 09 - Le plus toffu d’un solitaire boys
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Pierre de Ronsard
1524 - 1585 Frankreich


Les Amours 09


Le plus toffu d’un solitaire boys,
Le plais aigu d’une roche sauvage
Le plus desert d’une séparé rivage
Et la frayeur des antres les plus coys :


Soulagent tant les soupirs de ma voix,
Qu’au seule escart de leur secret ombrage,
Je sens garir une amoureuse rage,
Qui me raffole au plus verd de mes moys.

Là, renversé dessus leur face dure,
Hors de mon sein je tire une peinture,
De tous mes maulx le seul allégement,

Dont les beaultez par Denisot encloses,
Me font sentir mille métamorphoses
Tout en un coup, d’un regard seulement.




Im tiefsten Wald, des Dickichtes entlegne Ecken
und eines Felsen Spitze, die am höchsten steigt,
der ödeste der Flüsse, der sich hier verzweigt
und kühler Höhlenlabyrinthe stiller Schrecken:

Sie halten meiner Stimme Seufzer lind und sacht,
hab ich ihren geheimen Schatten nur gefunden.
Schon fühle ich, es heilt der Liebe böse Wunde,
die mich in meinem Lebens-Mai ganz irre macht.

Ermüdet auf den kargen Matten hingestreckt,
erinner ich in meinem Herzen ein Gemälde:
Die Schönheiten die Denisot für mich entdeckt,
die Arzenei für meine Qualen, die in Bälde
mich tausende Metamorphosen fühlen lassen,
nur weil ich suche, dich mit einem Blick zu fassen.
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