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Normale Version: Rupert Chawner Brooke: 1914 - 1. Peace
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Rupert Chawner Brooke
1887-1915 Großbritannien


1914

I. Peace


Now, God be thanked Who has watched us with His hour,
And caught our youth, and wakened us from sleeping,
With hand made sure, clear eye, and sharpened power,
To turn, as swimmers into cleanness leaping,
Glad from a world grown old and cold and weary,
Leave the sick hearts that honour could not move,
And half-men, and their dirty songs and dreary,
And all the little emptiness of love!
Oh! we, who have known shame, we have found release there,
Where there's no ill, no grief, but sleep has mending,
Naught broken save this body, lost but breath;
Nothing to shake the laughing heart's long peace there
But only agony, and that has ending;
And the worst friend and enemy is but Death.



1914

I. Frieden


Dankt Gott. Mit seinem Zeitmaß schaute er uns an,
nahm unsre Jugend und wir sind vom Schlaf erwacht
mit klarem Blick, der uns mit sichrer Hand gemacht,
voll Kraft, wie Schwimmer, wenden sie auf ihrer Bahn,

froh, von der kalten und betagten Welt zu scheiden
und zu verlasen kranke Herzen ohne Ehre,
aus diesem Chor der Halbmenschen nun auszuscheren
mit ihren öden kleinen Liebelosigkeiten.

Wir, die in Schande lebten, legten sie heut ab,
wo Gram und Krankheit sich zum Besseren gewendet.
Nichts schützt mehr unsren Leib, doch atmen wir nun frei.

Nichts rüttelte an unsrem Frieden, den 's hier gab,
bis auf die Agonie, - doch die ist jetzt geendet
und unsrer schlimmster Feind ist immer noch Freund Hein.
Dem Herrn sei Dank, der uns an seine Stunde band
den Schlaf uns nahm, und uns noch jung gefangen
mit klarem Blick, gestärkter Kraft und fester Hand,
wie Schwimmer - die in kühles Wasser sprangen –
die altgewordne kalte Welt verlassen ließ,
die kranken Seelen dort, die Ehre nicht mehr kennen
nur rohes Volk mit schalen Liedern, schmutzig, mies,
mit aller kleinen Leere, die sie Liebe nennen.

Wir, die wir Schande kannten, spürten dass die Last sich neigt,
wo Schlaf für Übel und für Kummer heilsam ist,
wo uns nur Atem stockte, nur die Glieder brachen,
wo nichts den Frieden nimmt von Herzen, die froh lachen
als nur der Agonie begrenzt gefühlte Frist
und nur der Tod als schlimmster Freund und Feind sich zeigt.
Hallo Sneaky,

Deine Version gefällt mir gut.
Wenn man unbedingt etwas finden will:

"mies" ist mir an der Stelle zu salopp / umgangssprachlich.


Gruß
ZaunköniG
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