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Normale Version: France Prešeren: Sonetni venec 08
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France Prešeren
1800 - 1849 Slovenien

Sonetni venec

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Viharjov jeznih mrzle domačije
bile pokrajne naše so, kar, Samo!
tvoj duh je zginil, kar nad tvojo jamo
pozabljeno od vnukov veter brije.

Oblóžile očetov razprtije
s Pipínovim so jarmam sužno ramo
od tod samó krvavi punt poznamo,
boj Vitovca in ropanje Turčíje.

Minuli sreče so in slave časi,
ker vredne dela niso jih budile,
omólknili so pesem sladki glási.

Kar niso jih zatrle časov sile,
kar raste rož na mladem nam Parnasi,
izdíhljeji, solzé so jih redile.


8

Ihn gehen Stürme an, so kalte, wilde;
Der Felsen, Samo, muß dein Reich umschließen,
seit uns dein Geist und wir dein Grab verließen.
Nur Wind zieht klagend noch durch die Gefilde.

Der Väter Zwist hat uns das Kreuz gebogen,
bis wir bei Pipin nur noch Sklaven waren.
Danach blos Fehden, Erbstreit, Janitscharen
sind plündernd durch das Land gezogen.

Vergangen ist die Zeit voll Ruhm und Glück!
Erneuern unsre Taten nicht die ehren,
kann auch der süße Liederklang nicht währen.

Und doch: Am Parnass uns noch Blüten sprießen,
wenn auch die schlimme Zeit aufs Wachstum drückt.
Mein Vers muß heiß mit Tränen sie begießen.
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