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Normale Version: Henriëtte Labberton-Drabbe: Jonge Vrienden
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Henriëtte Labberton-Drabbe
H. des Tombe-Drabbe - 1868-1928 Niederlande


Jonge Vrienden


O gele, stervenszachte najaarsblâren,
Tusschen de takjes, dun en teêr omlijnd,
Blaadjes die pas zoo sterk en groen nog waren,
Die nu als goud in 't mistig landschap schijnt -

'k Heb lief uw fijn-licht-droevige gebaren
Als herfstwind door uw teêre dunheid schrijnt,
Gelijk een trouwen vriend, die, oud van jaren,
Stil met de vredige oogen blikt naar 't eind.

- Ik houd zoo van die lieve oude menschen.
Zij dragen 't leven af aan wie hen mint,

Maar o zij gaan, zij gaan, en ach, dan vind
'k Mezelf met leege hande' en ijle wenschen. -

Late ik dan jongren in mijn leven treên,
Heffend me op sterken arm door 't leven heen.



Junge Freunde

Oh, gelber, sterbenssanfter Herbsteswald,
mit Zweigen, die so dünn und zart begrenzt;
mit Blättchen, kaum ergrüntes Laub, das bald
wie Gold in nebeliger Landschaft glänzt.

Ich liebe dein sacht-trauriges Gebaren,
wenn jedes Ästchen mit dem Herbstwind nickt,
gleich einem treuen Freund, der, alt an Jahren,
mit heitren Augen nach dem Ende blickt.

Ich habe sie so lieb, die alten Menschen.
Das Leben tragen sie wie eine Liebe.

Doch ach, sie gehn! Und ich, zurückgeblieben,
seh mich mit leerer Hand und eitlen Wünschen.
Doch wende ich mich Jüngeren zu, so heben
sie mich auf starken Armen weit durchs Leben.
Hallo Zaunkönig,

ist das in der vorletzten Zeile ein Verdopplungsversehen " zu, zu" und sollte heißen: "so heben sie mich ..."?

Gruß
Josef
Hallo Josef,


Danke für den Hinweis. Du hast natürlich Recht.
Ich ändere es oben.

Gruß
ZaunköniG
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