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Normale Version: Constantijn Huighens: Aen heere P.C. Hooft
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Constantijn Huighens
1596 - 1687 Niederlande


Aen heere P.C. Hooft

Ick byden Helt gestelt, die wt de Leeuweschoncken
Den oorloghijver soogh, en 'tleeuwelycke rap,
Die Troyen holpe' in d'asch, en stelden Hector schrap?
Zoo diep en legg' ick niet in eyghen-waen versoncken,

Zoo veel en hebb' jck niet uyt Lethe opgedroncken,
Dat jck 's mij weerdigh kenn', al paert het streelend' sap
Van vwe hoofsche pen 'tonnoosel vrijerschap
Van een rondt Batavier, bij d'edel' Griecksche voncken.

Wat can hy weerdigh zyn die op stem noch op Dicht
Ervaren, noch op luyt mach heeten afgericht,
Veel minder op het puyck van wtgeleesen zeden?

Dies vinde' ick jn v Dicht (Puyckdichter van ons landt)
Const, jonst, geneghentheyt, maet, rijm en reghel-trant,
(Vergeeft mij 'tredelyck ontkennen) maer gheen reden.



An Herrn Pieter Corneliszoon Hooft


Mich einem Held vergleichen, der aus Löwenpranken
die Kriegslust zog und wurde Löwen gleich so arg,
der Trojas Helden Hektor aussticht, schnell und stark?
So tief bin ich noch nicht im Eigenwahn versunken;

ich habe aus der Lethe nicht so viel getrunken,
dass ich nicht meinen Wert erkenne. Doch im Saft
der hoofschen Feder und geübter Freierschaft
eines Batavers glänzt der edlen Griechen Funken.

Wie kann der Wert sein, der in Wort nicht, noch Gedicht
erfahren ist, noch dessen Laute abgericht'
wie jener, der vortrefflich und erlesen gilt?

Dies finde ich bei dir, der Dichterjünger Ziel.
Du kannst gefällig sein in Maß und Reim und Stil,
doch (ihr müsst mir vergeben) nicht in diesem Bild.


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