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Normale Version: Eugene Lee-Hamilton: What the Sonnet Is
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Eugene Lee-Hamilton
1845-1907 Großbritannien


What the Sonnet Is

Fourteen small broidered berries on the hem
Of Circe's mantle, each of magic gold;
Fourteen of lone Calypso's tears that rolled
Into the sea, for pearls to come of them;

Fourteen clear signs of omen in the gem
With which Medea human fate foretold;
Fourteen small drops, which Faustus, growing old,
Craved of the Fiend, to water Life's dry stem.

It is the pure white diamond Dante brought
To Beatrice; the sapphire Laura wore
When Petrarch cut it sparkling out of thought;
The ruby Shakespeare hewed from his heart's core;
The dark, deep emerald that Rossetti wrought
For his own soul, to wear for evermore.



Was das Sonett ist


Auf Kirkes Mantelsaum gestickte Beeren,
vierzehn genau, und jede glänzt wie golden.
Calypsos Tränen, derer vierzehn rollten
ins Meer und uns als Perlen wiederkehren.

Vierzehn Insignien in jener Gemme,
aus der Medea unser Schicksal liest,
und vierzehn kleine Tropfen: Faustus giest
mit ihnen seines Lebens trockne Stämme.

Als Diamant brachte es Dante mit
für Beatrice; Lauras Saphir, darin
der Geist Petrarcas funkelt; der Rubin
den Shakespeare sich aus seinem Herz geschlagen
und der Smaragd, den sich Rossetti schnitt,
daß seine Seele ewig ihn wird tragen.
Hallo Zaunkönig,

wenn du Circe eindeutschst zu Kirke, darfst du auch Kalypso statt Calypso schreiben.
Die beiden letzten Verse des ersten Quartetts sind im Deutschen ein wenig sperrig geraten. Wie wäre es mit "Calypsos Tränen, derer vierzehn rollten/ ins Meer, damit sie perlend wiederkehren."?

Gruß
Josef
Hallo Josef,

Da hast du recht. Manchmal liegt das Gute so nah...


Auf Kirkes Mantelsaum gestickte Beeren,
vierzehn genau, und jede glänzt wie golden.
Kalypsos Tränen, derer vierzehn rollten
ins Meer damit sie perlend wiederkehren.
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