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Normale Version: William Gilmore Simms: Objects which influence the ambitious nature - 4
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William Gilmore Simms
1806 - 1870 USA


Objects which influence the ambitious nature 4

IV. Glory and Enduring Fame


Thus Glory hath her being! thus she stands
Star-crowned, - a high divinity of woe;
Her temples fill, her columns crown all lands
Where lofty attribute is known below.

For her the smokes ascend, the waters flow,
The grave foregoes his prey, the soul goes free;
The gray gives out music; hearthstones grow
To temples at her word; her footprints see

On ruins, that are thus made holiest shrines,
Where Love may win devotion, and the heart
That with the fire of genius inly pines

May find the guidance of a kindred art,
And from the branch of that eternal tree
Pluck fruits at once of death and immortality!



Ewiger Glanz und Ruhm

Die Glorie hat wirklichen Bestand;
gekrönt mit Sternen, eine Schmerzensdiva, -
und ihre Tempel krönen jedes Land,
das sich auf ihre Wirklichkeit berief.

Für sie steigt Rauch auf und das Wasser fließt.
und durch das Grab wird auch die Erde frei.
Das Graue singt und manch Kaminstein ist
Altar geworden. - Spuren ziehn vorbei

an den Ruinen; heute heilge Schreine,
wo Liebe Demut lernt. Das Herz bewahrt
im Glast des Geistes seinen Sehnsuchtsraum

und findet Führung auf die gleiche Art:
Es pflückt die Früchte sich vom Lebensbaum,
die Tod und Ewigkeit in sich vereinen.



.
(11.06.2016 03:34)ZaunköniG schrieb: [ -> ]Ewiger Glanz und Ruhm

Die Glorie hat wirklichen Bestand;
gekrönt mit Sternen, eine Schmerzensdiva, -
und ihre Tempel krönen jedes Land,
das sich auf ihre Wirklichkeit berief.

Für sie steigt Rauch auf und das Wasser fließt.
und durch das Grab wird auch die erde frei.
Das Graue singt und manch Kaminstein ist
Altar geworden. - Spuren ziehn vorbei

an den Ruinen; heute heilge Schreine,
wo Liebe Demut lernt. Das Herz bewahrt
im Glast des Geistes seinen Sehnsuchtsraum

und findet Führung auf die gleiche Art:
Es pflückt die Früchte sich vom Lebensbaum,
die Tod und Ewigkeit in sich vereinen.
hallo ZaunköniG

es liest sich recht flüssig runter. bei der Schmerzensdiva musste ich schmunzeln. frage mich ob nicht in der übertragenen Überschrift auch Gloria sein sollte. etwa so Glamour, Glanz und Gloria.

die Erde im zweiten Quartett hast du vergessen Groß zu schreiben. dieses zweite Quartett erinnerte mich an Blagas Coming Out mit den Grüften/Gräbern. gerade durch die grave-gray Paarung und die sonstigen stabenden G-Lettern (goes, gives, grow) bis in den Kreuzreim hinein, ergibt sich mir das klangliche Highlight dieses Sonettes.

anstatt heilge Schreine würde ich heilig Schreine nehmen. sonst ist es optisch zu nah an Helge statt am Heiligen.

außerdem stört mich, wie in fast allen deinen Topics, massiv dieser blaue Facebook-Button der da unmittelbar nach der letzten Zeile prangt. kann man das abschalten?

falls es sich nicht abschalten lässt, mach doch bitte künftig ein, zwei Leerzeilen dazwischen.

Gruß
Alcedo
Hallo Alcedo,


Ja Glanz und Gloria wären auch möglich, aber mit der Gloria ist ja die Aura gemeint die die Helden und Heiligen umgibt. Glamour, passt da nicht so, außerdem wollte ich die Fame, also Ruhm oder Ehre im Titel nicht unterschlagen.

Bei den Diven denkt vermutlich mancher an große Schauspielerinnen, aber gemeint sind natürlich Göttinnen.

Heiliger Helge! Im Deutschen ist es nicht ungewöhnlich ein unbetontes i zu verschlucken, vor allem "heilige" oder "selige" wird oft so abgekürzt. Das ist natürlich eine Notlösung, damit es in den Jambus passt, aber "heilig Schreine" geht überhaupt nicht, das klingt mir zu verstümmelt. Vielleicht kann man es ganz weglassen, da das heilige Moment schon aus den Altären spricht:

Zitat:Das Graue singt und manch Kaminstein ist
Altar geworden. - Spuren ziehn vorbei.

In den Ruinen stehen heute Schreine,
wo Liebe Demut lernt....


Zum Facebook-Button:

Ich kann es nur komplett für das ganze Forum ausschalten, aber ich erhoffe mir natürlich durch das liken eizelner Beiträge mehr Besucher auf den Seiten.
Aber optisch, da hast du Recht, sollte etwas Abstand zum Gedicht. Ich versuche, in Zukunft öfter daran zu denken.
(12.06.2016 19:01)ZaunköniG schrieb: [ -> ]In den Ruinen stehen heute Schreine,
wo Liebe Demut lernt....

ja, das Verb bringts (stehen). liest sich jetzt flüssiger und das verstümmelte heilige vermisst man nicht. es ist eindeutig besser so!

danke für das optische Abstandhalten von Facebook.

Gruß
Alcedo
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