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Normale Version: Anna Hempstead Branch: Divinity
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Anna Hempstead Branch
1875 - 1937 USA


Divinity


My silences are not my own, for lo
Thy speech is in them always; I abide
In waiting for thee, as the eventide
Expects the dew; and that thou art, I know,

And what thou art I know not, but I go
Hearing thy voice always, far and wide,
Strange in its bidding, not to be denied,
Deeper than thought, since thou wilt have it so,

For when my thoughts are silent every one,
Like vanished rain, and all my heart is bare
Of any wistful dream that comes and goes,
Thy speach falls on me subtle as the sun,
And I receive thee as the summer air
Is touched with the slow blooming of the rose.



Gottheit


Mein Schweigen ist nicht mein, denn siehe da:
Dein Wort ist in ihm und ich bin bereit
auf dich zu warten wie die Abendzeit
den Tau erwartet, wissend, du bist wahr.

Ich weiß nicht, was du bist. Doch in der Stille
gewahr ich deine Stimme, nah und fern.
Bejahend folg' ich den Geboten gern,
denn tiefer als mein Denken wirkt dein Wille,

dass, lass ich all mein Denken Denken sein,
wie Schnee von gestern, und mein Herz ist bar
der Wünsche, die da kommen und vergehen,
ein Wort auf mich fällt wie der Sonnenschein
und ich empfange dich so sonnenklar
wie Rosendüfte in den Lüften stehen.


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