29.01.2007, 16:45
Die zweite Ankunft
Im Spiralflug, wendend, kreisend, weitend
hört der Greif den Ruf des Falkners nicht,
Zerfall ringsum, das Zentrum hält nicht stand;
Die Anarchie ist losgelassen in die Welt;
blutrot schwappt frei die Flut und ringsumher
wird`s Ritual der Unschuld nun ersäuft;
Die Besten ohne Kraft, die Schlechtesten
voll leidenschaftlicher Besessenheit.
Bestimmt ist eine Art der Offenbarung nah,
die zweite Ankunft ist ganz sicher nah.
Die zweite Ankunft! kaum nur ausgesprochen,
schon drückt ein Alptraum aus dem Geist der Welt
den Blick mir: irgendwo im Wüstensand,
die Form: ein Löwe doch mit Menschenhaupt
der Blick sonnengleich blank, erbarmungslos
bewegt die trägen Schenkel und ringsum
tanzt Schatten aufgebrachter Wüstenvögel.
Erneut fällt Dunkel; doch jetzt ist mir klar,
dass zweimaltausend Jahre Schlaf von Stein
durch`s Knarzen einer Krippe Alptraum wurden,
und welches Vieh, dem seine Stunde naht
schlurft jetzt gen Bethlehem, wird dort geworfen.
Im Spiralflug, wendend, kreisend, weitend
hört der Greif den Ruf des Falkners nicht,
Zerfall ringsum, das Zentrum hält nicht stand;
Die Anarchie ist losgelassen in die Welt;
blutrot schwappt frei die Flut und ringsumher
wird`s Ritual der Unschuld nun ersäuft;
Die Besten ohne Kraft, die Schlechtesten
voll leidenschaftlicher Besessenheit.
Bestimmt ist eine Art der Offenbarung nah,
die zweite Ankunft ist ganz sicher nah.
Die zweite Ankunft! kaum nur ausgesprochen,
schon drückt ein Alptraum aus dem Geist der Welt
den Blick mir: irgendwo im Wüstensand,
die Form: ein Löwe doch mit Menschenhaupt
der Blick sonnengleich blank, erbarmungslos
bewegt die trägen Schenkel und ringsum
tanzt Schatten aufgebrachter Wüstenvögel.
Erneut fällt Dunkel; doch jetzt ist mir klar,
dass zweimaltausend Jahre Schlaf von Stein
durch`s Knarzen einer Krippe Alptraum wurden,
und welches Vieh, dem seine Stunde naht
schlurft jetzt gen Bethlehem, wird dort geworfen.