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Normale Version: Letitia Elizabeth Landon: Change
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Letitia Elizabeth Landon

Change

And this is what is left of youth!...
There were two boys, who were bred up together,
Shared the same bed, and fed at the same board;
Each tried the other’s sport, from their first chase,
Young hunters of the butterfly and bee,
To when they followed the fleet hare, and tried
The swiftness of the bird. They lay beside
The silver trout stream, watching as the sun
Played on the bubbles: shared each in the store
Of either’s garden: and together read
Of him, the master of the desert isle,
Till a low hut, a gun, and a canoe,
Bounded their wishes. Or if ever came
A thought of future days, ’twas but to say
That they would share each other’s lot, and do
Wonders, no doubt. But this was vain: they parted
With promises of long remembrance, words
Whose kindness was the heart’s, and those warm tears,
Hidden like shame by the young eyes which shed them,
But which are thought upon in after-years
As what we would give worlds to shed once more.

They met again, – but different from themselves,
At least what each remembered of themselves:
The one proud as a soldier of his rank,
And of his many battles: and the other
Proud of his Indian wealth, and of the skill
And toil which gathered it; and with a brow
And heart alike darkened by years and care.
They met with cold words, and yet colder looks:
Each was changed in himself, and yet each thought
The other only changed, himself the same.
And coldness bred dislike, and rivalry
Came like the pestilence o’er some sweet thoughts
That lingered yet, healthy and beautiful,
Amid dark and unkindly ones. And they
Whose boyhood had not known one jarring word,
Where strangers in their age: if their eyes met,
’Twas but to look contempt, and when they spoke,
Their speech was wormwood!...
…And this, this is life!

Letitia Elizabeth Landon

Veränderung

Dies ist, was von der Kindheit bleibt …
Da war’n zwei Jungs, die wuchsen auf zusammen,
Teilten das Bett und Brett, von dem sie aßen,
Ein jeder trieb des And’ren Sport und jagte
Schmetterlingen und Bienen hinterher.
Dann folgten sie den Hasen, testeten,
Wie flink ein Vogel ist. Am Rande des
Forellenbaches lagen sie und sah’n
Die Sonne auf den Wellen spielen, und
In beider Gärten waren sie zuhaus.
Sie lasen beide von der ‘Wüsteninsel’,
Bis ein Gewehr, ein Schlapphut und Kanu
Der Inbegriff all ihrer Wünsche war.
Wenn sie von Zukunft sprachen, dann war klar,
Sie würden alles miteinander teilen
Und Wunder tun! Ach, welch ein Wahn, Im Geh’n
Versprachen sie, sich zu erinnern; Worte,
Von Herzen treu, und ihre warmen Tränen
Versteckten sie beschämt in ihren Augen.
In spät’ren Jahren aber wär es traumhaft,
Wenn wir nur einmal noch so weinen könnten.

Sie trafen sich erneut, – doch wie verschieden
War’n sie, sogar in der Erinnerung.
Der eine stolz, wie ein Soldat von Rang,
Erfüllt von seinen Kämpfen; während der
Andere seinen Reichtum pries und das,
Was er an Fertigkeiten eingebracht,
Das Herz jedoch verdunkelt durch die Jahre.
Sie sprachen kühl, sah’n sich mit kalten Blicken,
Jeder ein Anderer, doch dachten sie:
Jeweils der And’re hätt’ sich nur verändert!
Missgunst und Ablehnung erwuchs aus Teil-
Nahmslosigkeit. Wie eine Pestilenz
Kam’s über ein paar schönere Gedanken,
Die sich noch eingefunden hatten. Und
Die, deren Kindheit ohne böses Wort
Gewesen, waren Fremde jetzt im Alter;
Verachtung lag im Blick und wenn sie sprachen
War’s bittrer Wermut! …
… Und dies, dies ist das Leben!
Hallo Josef,


Ein interessantes Thema, aber was mir schon am Original nicht gefällt, ist der mangelnde Formwille.

Auffällig war für mich auch die Verwendung von "Wormwood", das leider nur eindimensional als Wermut übersetzt werden kann, wo die englische Fassung noch andere Assoziationen zulässt. Hier ist sinnbildlich auch der Wurm drin.


Gruß
ZaunköniG
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