Sonett-Forum

Normale Version: Fehlklänge
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Fehlklänge

Es drangen leise Töne her zu meinen Ohren,
die Stimme war wie Glockenklang im Abendwind,
ich hörte sie und meine Augen wurden blind,
schon gaben meine Sinne sich verloren.

Die feine Melodie hat sie herauf beschworen,
die Bilder, die in mir seit dem gefangen sind.
Ich wähnte mich so glücklich wie ein kleines Kind,
auch, wie von einem Liebsten auserkoren.

Das Saitenspiel, es klang so meisterlich,
so zauberhaft durchwebte es die Räume;
ich sank in dieses trügerische Dich und Mich.

In dem Moment, da eine Saite sprang,
erkannte ich den Trugschluss meiner Träume;
er las die Noten nur vom Blatt zu dem Gesang.
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