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Normale Version: Luis de Góngora: Varia imaginación
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Luis de Góngora
1561 - 1627 Spanien


Varia imaginación, que en mil intentos,
a pesar, gastas, de tu triste dueño,
la dulce munición del blando sueño,
alimentando vanos pensamientos,

pues traes los espíritus atentos
solo a representarme el grave ceño
del rostro dulcemente zahareño,
gloriosa suspensión de mis tormentos:

el sueño, autor de representaciones,
en su teatro, sobre el viento armado,
sombras suele vestir de vulto bello.

Síguelo; mostraráte el rostro amado
y engañarán un rato tus pasiones
dos bienes, que serán dormir y vello.



Du mannigfalte Phantasie, verfährst
zum Leide deines müden Herrn,
den unschuldigen Schlaf ihm zu zerstörn,
indem du nichtige Gedanken nährst.

Du zeigst den wachen Sinnen jedes Mal
ihr Bild so streng, wie von zu kalten Lichtes
entstellt die Züge süßeren Gesichtes.
Oh, schöne Unterbrechung meiner Qual:

Der Schlaf, - Urheber aller Traumgestalten,
pflegt am Theater überm Wind zu walten,
nach ihrem Bild ein Schattenbild zu bauen.

Folg ihm! Er wird das liebe Antlitz zeigen,
dem sich kurz deine Leidenschaften neigen,
bezirzt von beiden: Schlafen und zu schauen.


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