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Normale Version: Thomas Lovell Beddoes: Death Sweet
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Thomas Lovell Beddoes (1803-1849)


Death Sweet

Is it not sweet to die? For, what is death,
But sighing that we ne’er may sigh again,
Getting a length beyond our tedious selves;
But trampling the last tear from poisonous sorrow,
Spilling our woes, crushing our frozen hopes,
And passing like an incense out of man?
Then, if the body felt, what were its sense,
Turning to daisies gently in the grave,
If not the soul’s most delicate delight
When it does filtrate, through the pores of thought,
In love and the enamelled flowers of song?

(1823-25, publ. 1851)


Thomas Lovell Beddoes (1803-1849)


Tod, süß

Ist es nicht gut, zu sterben, denn der Tod
Ist nur ein Seufzer, dem kein andrer folgt,
Und keine Mühsal schließt sich ihm noch an;
Zerstört er nicht jegliches Sorgengift
Und eingefror’ne Hoffnungslosigkeit –
Lässt sie wie Weihrauch aus dem Körper ziehn?
Falls der Leib fühlte, was war dann der Sinn,
Im Grab sich hin zu drehn zum Tausendschön,
Wenn nicht der Seele allerhöchste Lust
Gereinigt würde durch Gedankenkraft,
Zu Liebe und den Blumen des Gesangs?

(1823-25, publ. 1851)
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