Sonett-Forum

Normale Version: Poul Martin Møller: Til Laura
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Poul Martin Møller
1794-1838 Dänemark


Til Laura

Naar Lyset flammer rødt i dunkle Stue,
Og rundt paa Væggen lange Skygger sætter,
Fra Ruden flyver ud den arme Flue,
Saa høit den sine Silkevinger letter;

Den hvirvler sig om Glandsen i en Bue,
Og aldrig den det søde Skjær forgjætter,
Men Farten mod sin lille Sol den retter,
Indtil den aander ud i heden Lue.

Saa maa jeg mig i Kredse stedse svinge,
Rundt om dit Øies englelyse Stjerne,
Skjøndt i mit Bryst det sender Luepile.

Det søde Baal jeg flygtede saa gjerne,
Og dog saa gjerne vil jeg ved det hvile,
Til Graven dækker mine brændte Vinger.





An Laura

Ü: ZaunköniG

Wenn in der dunklen Stube Licht aufflammt,
Ein Schattenkranz rings auf den Wänden liegt,
Vom Fenster eine arme Motte fliegt
und breitet ihr Flügel wie von Samt.

Sie wirbelt um den Glanz in engem Kreis
und nie vergißt sie dieses süße Licht,
jedoch die Sonne, auf die sie sich richtet,
sengt ihren Flug, ihr Atem wird so heiß.

So muß ich meine Bahn in Kreise zwingen,
um deine wengelsgleichen Augensterne.
So will mein Herz in diesen Lichtflug eilen.

Ach, ich entzöge mich dem Feuer gerne
und möchte doch so gerne bei dir weilen,
bis einst mein Grab deckt die verbrannten Schwingen.
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