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Normale Version: H. Coleridge: To a Deaf and Dumb little Girl
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To a Deaf and Dumb little Girl

Like a loose island on the wide expanse,
Unconscious floating on the fickle sea,
Herself her all, she lives in privacy;
Her waking life as lonely as a trance,

Doomed to behold the universal dance,
And never hear the music which expounds
The solemn step, coy slide, the merry bounds,
The vague, mute language of the countenance.

In vain for her I smooth my antic rhyme;
She cannot hear it, all her little being
Concentred in her solitary seeing –

What can she know of beauteous or sublime?
And yet methinks she looks so calm and good,
God must be with her in her solitude.


An ein taubstummes Mädchen


Ein Eiland, treibend in des Ozeans
zerwühlten Wellen, ohnmächtig umringt,
mit sich allein, und nur durch sich bedingt,
verläuft ihr Leben einsam wie in Trance,

verdammt zu seh’n den allgemeinen Tanz,
doch nie zu hören, wer da spielt und singt,
wozu man schreitet, gleitet, oder springt:
Nur vage, stumme, mimische Semanz.

Umsonst, wenn ich antike Reime schlichte:
Sie kann nicht hör’n, ihr ganzes kleines Sein;
Es konzentriert sich nur im Augenlichte.

Was könnte sie von dem Erhabnen fassen?
Und doch scheint sie so gütig und gelassen,
als sei sie ganz mit sich und Gott all-ein.
Sehr schön, Zaunkönig! Da finde ich ja gar nichts zu kritisieren! Nur in Zeile 4 hast du wohl das 'einsam' vergessen, denn die Zeile ist ja auch zu kurz. Also sicher ein kleines Versehen.
Gut ausgesucht und schön übertragen.
Oh, du hast recht,
eine kleine Nachlässigkeit. Ich habe es oben verbessert.
Danke für den Hinweis.

LG ZaunköniG
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