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Normale Version: E. A. Robinson: The Garden
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E. A. Robinson

The Garden


There is a fenceless garden overgrown
With buds and blossoms and all sorts of leaves;
And once, among the roses and the sheaves,
The Gardener and I were there alone.

He led me to the plot where I had thrown
The fennel of my days on wasted ground,
And in that riot of sad weeds I found
The fruitage of a life that was my own.

My life! Ah, yes, there was my life, indeed!
And there were all the lives of humankind;
And they were like a book that I could read,

Whose every leaf, miraculously signed,
Outrolled itself from Thought’s eternal seed,
Love-rooted in God’s garden of the mind.



Der Garten
Ü: ZaunköniG

Da liegt ein offner Garten; dort gedeih’n
die Blumen, Büsche, Laub in jeder Farbe;
und zwischen Rosenstock und Blütengarbe,
da war ich mit dem Gärtner mal allein.

Er führte mich zu jenem Stück hinein,
wo ich den Fenchel weggeworfen habe
einst, und im Gewirr gedeiht die Gabe,
Frucht eines Lebens, und sie wäre mein.

Mein Leben! Wirklich, Ja, Es war mein Leben,
wie’s alles Menschenleben ist. Du weißt es.
Und wie ein Buch kann es dir Zeichen geben.

Du liest ein Blatt und Wahrheiten verheißt es.
Die Weisheit, eingerätselt in die Reben:
Die Liebe wächst auf Gottes Beet des Geistes.
Der Garten
Ü: sneaky

Da ist ein freier Garten, satt behangen,
mit Knospen, Blüten, Blättern aller Farben;
und zwischen Rosen dort und zwischen Garben,
bin ich mit seinem Gärtner einst gegangen.
Er führte mich dahin, wo mein Verlangen
die Samen auf den brachen Boden streute,
und in dem Unkrautaufruhr, dieser Meute,
war Frucht aus Leben, meinem, aufgegangen
Mein Leben! Ja, ich sah es vor mir stehen!
dazu die Leben aller Menschheitstage
vergleichbar einem Buch, für mich zu sehen,
ein jedes Blatt voll Wunder, eine Sage
vom Korn vom Baum, aus dem Gedanken wehen,
gepflanzt im Geist von Edens bester Lage.
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