Sonett-Forum

Normale Version: E. A. Robinson: The Sunken Crown
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The Sunken Crown

Nothing will hold him longer – let him go;
Let him go down where others have gone down;
Little he cares whether we smile or frown,
Or if we know, or if we think we know.

The call is on him for his overthrow,
Say we; so let him rise, or let him drown.
Poor fool! He plunges for the sunken crown,
And we – we wait for what the plunge may show.

Well, we are safe enough. Why linger, then?
The watery chance was his, not ours. Poor fool!
Poor truant, poor Narcissus out of school;

Poor jest of Ascalon; poor king of men.
The crown, if he be wearing it, may cool
His arrogance, and he may sleep again.




Die versunkene Krone

Nichts kann ihn länger halten. – Laß ihn gehen,
hinuntersteigen zu den andern allen.
Er sorgt sich etwas um uns zu gefallen
Und – Ob wir glauben, oder auch verstehen?

Der Ruf ging nun an ihn, jetzt abzufallen.
So laßt ihn dämmern oder untergehen.
Der Narr; der Krone nochmal nachzugehen.
Und wir? Wir warten, schauen zu beim Fallen.

Nun, wir sind sicher. Warum Zeit vergeuden?
Sein nasses Los galt uns nicht – armer Narr!
Ein Schwänzer, und Narzist abseits der Schule:

Tor von Ascalon: Er jagt nach Freuden.
Die Krone, trüg’ er sie, macht’ es ihm klar
und schläferte den Stolz, dem Somnambule.
Hallo Zaunkönig,

mich hat dieses Sonett immer an Schillers Ballade vom Taucher erinnert. Ich weiß nicht, ob du die kennst oder gerade parat hast, aber vielleicht würde sich ein Blick lohnen? Wen Robinson da im Blick hatte ist mir unklar, es ist ja zum Schluss auch ein Shakespeare-Bezug drin. "Wie sind die Mächtigen gefallen, sagt es nicht in den Straßen von Ascalon".

Z3V1 hast du "little he cares" glaube ich falsch aufgefasst. Ich würde das von meinem Sprachgefühl her "es kümmert ihn kaum" übersetzen. Sowohl bezogen auf das "Stirnrunzeln7Lächeln" als auf das "wissen/nichtwissen" der Zuschauer.

In Z1V2 ist das Overthrow meiner Meinung nach kein Abfall, sondern Sturz/Fall/Vernichtung".

"plunge" ist ein sry Wasserwort. Eintauchen. Nachgehen passt da nicht.

Ist Somnambulismus nicht Schlafwandeln? Auf jeden Fall ein sehr schweres Wort, um dieses Sonett abzuschließen.

Gruß

Sneaky
Hallo Sneaky,

Stimmt, deine Lesart zu Zeile 3 ist wesentlich stimmiger.

Fall/Sturz oder Abfall (z.B. vom Glauben, oder wie von der Gemeinschaft) sehe ich nicht so wesensfremd.

Ein Wasserwort wäre in Z 7 schöner gewesen, aber nachgehen im Sinne von suchen / forschen halte ich für vertretbar.

Somnambule ist nicht nur sehr sperrig, es hat auch nur noch entfernt mit dem weiter- wieder schlafen im Original zu tun. Da war schon noch einiges zu machen.

Vielen Dank für deine Anregungen.

LG ZaunköniG



Die versunkene Krone

Nichts kann ihn länger halten. – Laß ihn gehen,
hinuntersteigen zu den andern allen.
Gleichgültig, findet er bei uns Gefallen;
Ob wir ihm glauben, ob wir ihn verstehen.


Der Ruf ging nun an ihn, jetzt abzufallen.
So laßt ihn dämmern oder untergehen.
Der Narr; der Krone nochmal nachzugehen.
Und wir? Wir warten, schauen zu beim Fallen.

Nun, wir sind sicher. Warum Zeit vergeuden?
Sein nasses Los galt uns nicht – armer Narr!
Ein Schwänzer, fern der Schule ein Narzist:

Tor von Ascalon: Er jagt nach Freuden.
Die Krone, trüg’ er sie, macht’ es ihm klar
daß all sein Ehrgeiz doch vergeblich ist.
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