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France Prešeren: Sonetni venec 14 - Druckversion

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France Prešeren: Sonetni venec 14 - ZaunköniG - 14.10.2015 09:44

France Prešeren
1800 - 1849 Slovenien

Sonetni venec

14


In gnale bodo nov cvet bolj veselo
ko rože, kádar mine zima huda,
in spet pomlad razklada svoje čuda,
razsipa po drevesih cvetje belo.

In toplo sonce vabi ven čebelo,
pastir rumene zarje ne zamúda,
v grmovji slavček poje spet brez truda,
veselje preleti naturo célo.

O vem, de niso vredne take sreče,
od straha, de nadležne poezije
bi ne bile ti, mi srce trepeče.

Naj pesmi milost tvoja saj obsije,
ki 'z njih, hladiti rane si skeleče,
poet tvoj nov Slovencam venec vije.


14

Indem bald neue Knospen froh erblühen,
wie Blumen aufblühn, wenn der Winter flieht,
macht dein Blick, daß ein Frühling mir geschieht
und Blütenflocken reich im Licht erglühen.

Die Bienen treibt es emsig in die Sonne
und von den Schäfern läßt sich Jubel hören.
im Hain die Nachtigallen uns betören
und die Natur erschaudert schier vor Wonne.

Doch nie erreicht mein Singen solchen Glanz;
die Furcht, du hätt'st als unschicklich empfunden,
verstört mein Herz, muß meinen Mut mir mindern.

Sieh milde auf den so gewachsnen Kranz,
der blühte um den eignen Schmerz zu lindern.
Just hat dein Dichter dir den Kranz gewunden.