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Aus dem FF - Friedrich - 29.01.2007

Friedrichs Freiraum

Nomen est omen. Glaubt man der Wortbedeutung (= Friedenskönig), so umreißt sie wohl trefflich mein Harmoniebedürfnis in allen Dingen – etwaige Konflikte vorprogrammiert… Aber meine Eltern ahnten sicher schon, warum sie mir diesen Namen gegeben haben.

Und Freiraum brauche ich, besonders, wenn es um die schöpferische Äußerung und Artikulation geht. Ansonsten habe ich auf Grund meiner Sehschädigung gelernt, mich in sehr kleinen Erfahrungs- und Erlebnisräumen mit knappen Ressourcen zu bewegen und ein entsprechendes Auslangen damit zu finden. Zeit ist für mich
zur relativen Konstante geworden – nicht immer zur Freude meiner Mitwelt...

So war auch mein beruflicher Werdegang als Sonderpädagoge für sehgeschädigte Kinder am Wiener_Blindeninstitut letztendlich vorgezeichnet. Fast zwei Jahrzehnte fand ich dort im gegenseitigen Geben und Nehmen reiche Erfüllung.

Die Natur in allen ihren Facetten und Ausprägungen war und ist meine Obsession. Dazu gesellte sich schon in jungen Jahren neben der zeichnerischen und malerischen Habhaftwerdung das Interesse über deren Reflexion und Widerspiegelung in Märchen, Sagen, Mythen, Philosophien und Religionen.

Zum Schreiben stieß ich vor zweieinhalb Jahren eher zufällig. Offenbar wie ein Luftballon zum Bersten vollgefüllt entstand in Zusammenarbeit mit der Münchner Buchautorin, Künstlerin und Leiterin des „Freundeskreises_Anderwelt“ Ruth M. Fuchs in kürzester Zeit der Gedichtzyklus Begegnungen“ ohne wirkliche Ahnung von Metrik und Form (außer den blassen Erinnerungen aus dem fernen Deutschunterricht).

Das Gedicht „Rosenduft“ aus diesem Zyklus war mein erstes überhaupt – sieht man von einigen experimentellen Texten aus der Jugendzeit ab.

Auch hier spielte für die Weiterentwicklung das Netz eine wichtige Rolle. Die Recherchen verstrickten mich immer tiefer in das lyrische Spinnennetz. Als ich angeregt durch das Lyrikforum Dulzinea (im Besonderen durch die lyrischen Wortgefechte zwischen cameleon und Don Quixote) auf das Sonett stieß, landete ich direkt in ZaunköniGs „Sonett-Archiv “. So entstand ziemlich genau vor zwei Jahren mein erstes Sonett „Nebelfee“ auf der Grundlage des Gedichts „Nebelschleier“ aus dem Zyklus „Begegnungen“.

Mittlerweile scheint das Sonett meinem dialektischen Denken als kongeniales Ausdrucksmittel neben dem Haiku (knappe Mittel, strenge Form) immer näher zu rücken. Trotzdem will ich mich nicht festlegen, dazu bin ich zu sehr Freigeist.

Die ersten zaghaften Pflänzchen:

Veröffentlichungen gibt es in den Anthologien VII und VIII der
„Bibliothek_deutschsprachiger_Gedichte“ sowie in der Jokers
Gedichte-Datenbank, freundlicherweise auf den Seiten der Autorinnen
Karin_Rohner (cameleon) <1, 2> und Ramona_Linke <1, 2,
im „Sonett-Archiv“ von ZaunköniG und last but not least
auf der Seite des „Freundeskreises_Anderwelt“ von Ruth_M._Fuchs.
Im November dieses Jahres wird es bei der zweiten Teilnahme
am Projekt „Kunst im Dunkeln“ in Wien auch zur eigenen Lesung einiger meiner
Gedichte kommen.