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William Wordsworth: Lines Written in Early Spring
#2
Hallo Josef,

Also wieder ein Wordsworth...
Gemessen an seiner Bedeutung in UK ist er in Übersetzungen tatsächlich noch unterrepräsentiert. Und dieser Text scheint mir auch ein typischer Wordsworth zu sein. in seiner Mischung aus Naturbetrachtung und Religiösität auchein Muster-Romantiker.

In der Zweiten Zeile wirft mich das "ruhend" sofort aus dem Takt, was mich etwas wundert, weil du sonst so hohen Wert auf das korrekte Metrum legst.
Wenn ich die Stelle mit dem Original vergleiche, ist "While" eigentlich auch eine starke Silbe, aber Wordsworth beendet die erste Zeile Betont, was den Auftakt in der zweiten Zeile erzwingt. Zudem ist es näher an natürlicher Sprache wenn ich bei einsilbigen Worten den Akzent verschiebe, als beim "zweisilbigen "ruhend".
Vielleicht wäre es an späterer Stelle weniger schlimm. Aber gleich in der zweiten Zeile, bevor man sich ins Metrum einlesen konnte?

Inhaltlich hast du dich in der Schlußstrophe weit entfernt, indem du die zweifelnde Klage in ein wütendes Statement verwandelt hast. Dein Schluss ist schlüssig und wohl auch näher am heutigen Zeitgeist, aber eben weit entfernt von der Demut und Gottesfurcht früherer Epochen. Hier ist m.E. jemand, der der unergründlichen Wege Gottes besser verstehen will um sie zu akzeptieren. Er maßt sich aber nicht an Gott zu kritisieren.


Liebe Grüße

ZaunköniG
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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RE: William Wordsworth: Lines Written in Early Spring - von ZaunköniG - 20.12.2015, 12:49

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