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Samuel Taylor Coleridge: Kubla Khan
Josef Riga Offline
Jambini
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Beitrag #2
Gb-England Samuel Taylor Coleridge: Kubla Khan
Kubla Khan

In Xanadu did Kubla Khan
A stately pleasure-dome decree:
Where Alph, the sacred river, ran
Through caverns measureless to man
Down to a sunless sea.
So twice five miles of fertile ground
With walls and towers were girdled round:
And there were gardens bright with sinuous rills,
Where blossomed many an incense-bearing tree;
And here were forests ancient as the hills,
Enfolding sunny spots of greenery.
But oh! that deep romantic chasm which slanted
Down the green hill athwart a cedarn cover!
A savage place! as holy and enchanted
As e’er beneath a waning moon was haunted
By woman wailing for her demon-lover!
And from this chasm, with ceaseless turmoil seething,
As if this earth in fast thick pants were breathing,
A mighty fountain momently was forced:
Amid whose swift half-intermitted burst
Huge fragments vaulted like rebounding hail,
Or chaffy grain beneath the thresher’s flail:
And 'mid these dancing rocks at once and ever
It flung up momently the sacred river.
Five miles meandering with a mazy motion
Through wood and dale the sacred river ran,
Then reached the caverns measureless to man,
And sank in tumult to a lifeless ocean:
And 'mid this tumult Kubla heard from far
Ancestral voices prophesying war!
The shadow of the dome of pleasure
Floated midway on the waves;
Where was heard the mingled measure
From the fountain and the caves.
It was a miracle of rar device,
A sunny pleasure-dome with caves of ice!

A damsel with a dulcimer
In a vision once I saw:
It was an Abyssinian maid,
And on her dulcimer she played,
Singing of Mount Abora.
Could I revive within me
Her symphony and song,
To such a deep delight 'twould win me,
That with music loud and long,
I would build that dome in air,
That sunny dome! those caves of ice!
And all who heard should see them there,
And all should cry, Beware! Beware!
His flashing eyes, his floating hair!
Weave a circle round him thrice,
And close your eyes with holy dread,
For he on honey-dew hath fed,
And drunk the milk of Paradise.

Christabel, etc., 1816


Kubla Khan

In Xanadu gab Kublai Khan
Den Plan zu einem Haus der Lust:
Wo Alph, der heilige Fluss her rann,
Durch Höhlen, deren inn’rer Gang
Niemandem war bewusst.
Fünf Meilen fruchtbaren Grundes breit,
Mit Wällen und Türmen umgürtet weit;
Und Gärten, fruchtbar, mit gewund’nen Bächen,
Wo Sträucher blüh’n in ihrem Weihrauchduft;
Auch grüne Wälder, alt wie ihre Flächen,
Da lichte Funken springen durch die Luft.
Doch seht! Der Spalt beginnt sich quer zu legen.
Vom grünen Hügel abwärts stehen Erlen.
Ein wilder Platz! So heilig und verwegen,
Als würden Frauen auf den Mondlichtstegen
Noch immer liegen bei den Teufelskerlen!
Aus dieser Kluft, im Dauerwirbel laufend,
Aus einer Erde, in Erstickung schnaufend,
Tritt eine Fontäne mit lautem Braus
In häufig abgebroch’nen Stößen aus;
Gewölbte Bruchkanten, wie hingenagelt,
Wie Körner, splitternd, dreschflegelzerhagelt.
Und zwischen Felsen, tanzend, auf und ab,
Strudelt hier breit der heil’ge Strom herab.
Fünf Meilen, träg, mäandert er heran,
Erreicht durch Hölzer und ein Tal voll Gras
Die Höhlen, die ohn’ jedes Menschenmaß,
Und sinkt in einen toten Ozean:
Mitten im Lärm hört Kublai, wie von weit,
Den Urahn, der ihm Kriege prophezeit!
Der Schatten seines Sommerhauses
Gleitet mittig auf den Wellen;
Spürbar Mischung des Gebrauses:
Hall der Höhl’ und Wasserquellen.
Man baute, nach seltsamem Geheiß,
Einen Sonnenpalast über Kavernen-Eis!

Ein Mädchen, jung, mit einer Zither
Zeigt’ meinem Blick sich klar:
Sie kam vom Land der Abessinen
Und tat auf ihrem Hackbrett spielen,
Sang vom Berg Abora.
Könnt’ ich in mir erwecken
Ihr Lied und seinen Klang,
Es würde mich so tief entdecken,
Dass ich mit Musik anfang’,
Dies’ Himmelshaus zu bauen,
Den Sommerdom! Höhlen aus Eis!
Und alle, die hören, sollen es schauen,
Und alle soll’n schrei’n: Ihr könnt nicht trauen
Dem Blitz der Augen, den busch’gen Brauen!
Schlingt um ihn dreifachen Kreis!
Und schließt die Augen, tief erschreckt,
Denn er hat Honig-Tau geleckt
Und trank die Milch vom Paradeis.
20.05.2020 07:22
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S. T. Coleridge: Kublai Khan - Sneaky - 09.10.2008, 11:56
Samuel Taylor Coleridge: Kubla Khan - Josef Riga - 20.05.2020 07:22

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