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Das Tor
Friedrich Offline
Verse-Schmied
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Beiträge: 208
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
Das Tor
Das Tor


Und wieder steht sie vor dem selben Tor,
allein - als Königin der sieben Reiche,
es öffnen, diesmal ist es nicht das Gleiche,
sie weiß, verschwunden ist die Furcht davor.

Noch zaudert sie. Im letzten vor sich Fliehen
durchstreift sie ihren weiten Weg erneut,
gedankenschnell, von Gram befreit, nichts reut
sie mehr, sie hat ihr endlich selbst verziehen.

Die Bilder werden weicher, klingen wieder
und traumestrunken schwingt sie sacht empor
hinauf in jene Sphären, wo die Lieder

als Ton entspringen dem alleinen Chor.
Sie singt sich wieder selbst im Traumgefieder
und öffnet andersrum ihr eignes Tor.


© Friedrich

Wonach immer du im Leben suchst - du findest es in dir.
Melos Merulae - Friedrich
01.10.2008 19:09
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ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Beiträge: 5.354
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #2
RE: Das Tor
Hallo Friedrich,

schön wieder von dir zu lesen.
Die Verse laufen gewohnt rund, aber das Thema ist beim ersten Lesen schwer greifbar.

Wie ich es lese, geht es darum, daß sie, nachdem sie die Reise nach Innen abgeschlossen und bewältigt hat, auch bereit ist, sich wieder nach außen zu öffnen.

Was mir in deinem Gedicht fehlt ist ein konkreter Anlaß für die Wandlung.
Oder hast du Hinweise auf einen bestehenden Mythos versteckt, die ich so nicht erkannt habe?


LG ZaunköniG

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.03.2010 08:57 von ZaunköniG.)
01.10.2008 19:41
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Friedrich Offline
Verse-Schmied
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Beiträge: 208
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #3
RE: Das Tor
Hallo ZaunköniG,

eigentlich ist es der Beginn einer Geschichte, die ich schon lange mit mir herum trage und die ich vielleicht einmal in eine epische Form verpacken werde. Jetzt wollte ich eigentlich einen Probelauf in Form eines Kranzes beginnen, doch durch die Eigendynamik beim Verfassen habe ich mir das wohl schon etwas schwer gemacht... Darum bleibt auch, um wieder den Faden aufzugreifen, der konkrete Anlass, das Tor zu durchschreiten etwas im Dunklen. Doch nur ein Hinweis: Wenn man das LI generell als Metapher für die Seele ansieht, wird es vielleicht etwas verständlicher (vgl. zB aus der christlichen Mystik "Die Seelenburg" der hl. Therese v. Avila).

LG Friedrich

Wonach immer du im Leben suchst - du findest es in dir.
Melos Merulae - Friedrich
01.10.2008 20:15
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ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
****

Beiträge: 5.354
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #4
RE: Das Tor
Ich finde den Text nicht wirklich unverständlich, aber mit einem konkreten Anlaß für die Seelenreise würde er deutlich an innerer Spannung gewinnen. Aber die kommt vielleicht dann mit der Fortsetzung.

Apropos Kranz: Das Wetter stellt sich allmählich wieder auf dein Auenland ein...

LG ZaunköniG

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
01.10.2008 20:35
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Friedrich Offline
Verse-Schmied
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Beiträge: 208
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #5
RE: Das Tor
Hallo ZaunköniG,

ich verstehe schon Deinen Einwand, werde mir etwas überlegen, wenn ich auf keinen grünen Zweig komme, muss ich auf die Fortsetzung vertrösten... apropos, danke für den Hinweis, das Wochende bringt schon einen weiteren Vorgeschmack, vielleicht reicht es für einen Anstoß.

LG Friedrich

Wonach immer du im Leben suchst - du findest es in dir.
Melos Merulae - Friedrich
01.10.2008 20:59
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