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Charlotte Smith: Care = Poetry and Sorrow = The Vanity of Life
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Beiträge: 4.915
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
GB Charlotte Smith: Care = Poetry and Sorrow = The Vanity of Life
Charlotte Smith

Care

Should the lone wanderer, fainting on his way,
Rest for a moment of the sultry hours
And though his path through thorns and roughness lay,
Pluck the wild rose or woodbine's gadding flowers;
Weaving gay wreaths beneath some sheltering tree,
The sense of sorrow he awhile may lose;
So have l sought thy flowers, fair poesy
So charmed my way with friendship and the muse.
But darker now grows life's unhappy day,
Dark with new clouds of evil yet to come:
Her pencil sickening fancy throws away
And weary hope reclines upon the tomb;
And points my wishes to that tranquil shore
Where the pale spectre care pursues no more.




Sorgen
Ü: ZaunköniG

Mag auch der Wanderer unterwegs ermüden,
so kann er rasten in den schwülen Stunden,
Er pflückt von wilden Rosenranken Blüten
obwohl sein Pfad durch Dorngestrüpp gewunden.

Sieht er die Blumen in der Szenerie;
sein Leid vergessend gibt er sich der Gunst.
So sucht' ich deine Blüten, Poesie,
in Freundschaft meinen Weg zu geh'n und Kunst.

Doch dunkler steigt mein Unglückstag und trüber,
und neue böse Wolken wehn herüber;
Ich werf den Stift der Schreckensbilder fort

und trage meine Hoffnungen zu Grabe.
an diesem Ufer find ich stillen Hort
wo Sorgenspuk dereinst ein Ende habe.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.08.2014 18:07 von ZaunköniG.)
25.01.2007 19:09
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ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Beiträge: 4.915
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #2
RE: Charlotte Smith: Care / The Vanity of Life
Vielleicht komme ich in den Terzinen noch etwas dichter dran:


Doch dunkler steigt mein Unglückstag und trüber,
und neue böse Wolken wehn herüber;
Die Phantasie wirft ihren Pinsel fort

und meine Hoffnung lehnt schon müd Grabe.
Mein Wünschen richtet sich auf jenen Hort
wo Sorgenspuk dereinst ein Ende habe.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.01.2009 02:06 von ZaunköniG.)
09.12.2007 14:44
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Sneaky Offline
Metrik-Matador
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Beiträge: 1.616
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #3
RE: Charlotte Smith: Care / The Vanity of Life
Hallo Zaunkönig,

die Oktaven laufen leicht anders in meiner Lesart.

Sollte der wegmüde Wanderer
für einen Moment von den schwülen STunden ausruhen
und obwohl sein Weg durch Dornen und Dickicht liegt


Wildrosen pflücken...(gadding woodbines weiß ich grad nicht sry),
Bunte Kränze unter schützenden Bäumen flicht
(dann) mag er vielleicht den Sorgen eine Weile entfliehen.
(Genau)so habe ich deine Blumen gesucht, Poesie
und meinen Weg so verzaubert mit Freundschaft und der Muse.

Die erste Terzine der Verbesserung finde ich stimmig
in der zweiten Terzine weist die Hoffnung die schon müd am Grab lehnt, zum Strand der Ruhe.

Da ist also im Grund nicht viel zu verbessern,

Gruß

Sneaky

Never sigh for a better world it`s already composed, played and told
09.12.2007 17:15
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ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Beiträge: 4.915
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #4
RE: Charlotte Smith: Care / The Vanity of Life
Hallo sneaky,

die Quartette kann man wohl verschieden deuten.

Es geht hier um den Vergleich zwischen einem gewöhnlichen Wanderer und dem Lyrich, das sein Leben als eine wanderung auffaßt. Beide haben ein Ziel vor Augen und einen beschwerlichen Weg.

Der Wanderer kann sich durch kleine Freuden ablenken und sich den Weg erträglicher machen. Das versucht auch Frl. Smith, aber das Ziel, oder der Endpunkt des Lebensweges ist halt der Tod, und da endet die Vergleichbarkeit mit einem gewöhnlichen Wanderer, dessen Wanderung immer nur eine, wenn auch beschwerliche, Etappe auf seinem Lebensweg ist.

Ich denke, daß beide Lesarten zulässig sind, so sehr verschieden sind sie ja auch nicht.

Woodbine ist übrigens Geißblatt.

LG ZaunköniG

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
09.12.2007 17:34
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ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Beiträge: 4.915
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #5
RE: Ch. Smith: Care / Poetry and Sorrow / The Vanity of Life
Da ist es wieder passiert:
Ich habe einen Text doppelt übersetzt...

Das kommt davon, wenn man sich zum übersetzen zu oft außer haus rumtreibt. Ist aber auch gemein, mit den verschiedenen Titeln!


Nichtigkeit des Lebens

Erschöpft den Wanderer der Blick nach vorn,
und rastet er kurz in den schwülen Stunden,
freut er sich, ist sein Pfad auch Stein und Dorn,
am wilden Geißblatt, das er hier gefunden.

Im Schatten hat er manchen Kranz gewunden,
vergaß sein Leid; So auch hab ich gepflückt
vom Flor der Poesie, den Strauß gebunden,
daß Freundschaft, Muße mich am Weg entzückt.

Doch jeden Tag der Weg sich dunkler dehnt,
von dunklen Wolken überwölbt des Bösen.
Die Phantasie wirft ihre Feder fort
und Hoffnung müde sich am Grabstein lehnt.
Sie richtet meine Wünsche auf den Ort,
wo sich die Alpgespenster von mir lösen.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
28.01.2009 11:18
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