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Jaan Bergmann: Unenägu
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
Estland Jaan Bergmann: Unenägu
Jaan Bergmann
1856 - 1916 Estland

Unenägu

Kuldhommik hiilgel hõiskas õnne idu,
ja kaste kõrtelt päike kuivatas,
ja ööpik laulis õhus üleval
ning õue, aasu ehtis õilmenidu.

Ja pühalikult algas armsam pidu.
Mis õigus õhkel ammu ihaldas,
näis tõe toel täide minemas:
meid liitis rahvaks armastuse sidu.

Sääl tõivad pilvi pahanduse tuuled.
Ja valerahe rikkus rahu tööd
ning kade laimus köitis kaitsvad huuled.

Ja Eesti inglil voolasivad silmad.
Ja ähvardades ehitati ööd
ning udu mattis tuleviku ilmad.



Traum

Der Glückskeim jubelt in der goldnen Frühe,
der frische Tau steigt in das blaue Tagen,
das voll ist von der Nachtigallen schlagen,
und draußen die geschmückten Wiesen blühen.

Der Aufbruch gibt sich festlich, huldvoll und
so wie es heitre Lüfte längst verlangen,
scheint wirklich in Erfüllung nun gegangen
des Volkes einigender Liebesbund.

Doch arge Wolken sich zusammenbrauen
und falscher Adel läßt die Arbeit ruhen.
So werden Neid und Mißgunst uns zum Knebel.

Auf Estland alle Engel bange schauen:
Dem neuen Haus noch schwere Nächte drohen
und unsre Zukunft sinkt erneut in Nebel.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.05.2010 17:06 von ZaunköniG.)
20.09.2009 14:30
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