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Stopping by Woods / Robert Frost
Sneaky Offline
Metrik-Matador
*

Beiträge: 1.615
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
Stopping by Woods / Robert Frost
Ich ahne, wem die Wälder hier gehören,
sein Haus im Dorf ist weit von hier, zu weit,
als dass er mich jetzt sieht, zu einer Zeit,
in der das Weiß sich legt aufs Grün der Föhren.

Mein Pferd scheint dieser Aufenthalt zu stören,
im Niemandsland, am Wald im Winterweiß,
am See mit seiner Schuppenschicht aus Eis,
es scheint den Schritt der längsten Nacht zu hören,

schnaubt, schüttelt sich, lässt sacht sein Zaumzeug klirren,
als wollte er mich wecken aus dem Bann
des weißen Wisperns in dem Flockenflirren,

des Lockrufs, den der Wald vor mir ersann.
Doch mein Versprechen drängt, nicht abzuirren,
es ist noch weit, bevor ich schlafen kann.

Never sigh for a better world it`s already composed, played and told
11.02.2010 16:07
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ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
****

Beiträge: 5.025
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #2
RE: Stopping by Woods / Robert Frost
Hallo Sneaky,

Ein schönes Stück, auch in deiner Interpretation.
Die Zeile 13 hatte ich zunächst so interpretiert, daß er mit deiner Erzählung nicht abirren will, was hier nicht wirklich Sinn macht.
Vielleicht ginge es auch eindeutiger:

"Doch mein Versprechen drängt, nicht abzuirren"

LG ZaunköniG

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
11.02.2010 17:21
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Sneaky Offline
Metrik-Matador
*

Beiträge: 1.615
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #3
RE: Stopping by Woods / Robert Frost
Hallo Zaunkönig,

guter Vorschlag, nehme ich gern und ändere es gleich im Kopfposting.

Danke

Sneaky

Never sigh for a better world it`s already composed, played and told
12.02.2010 19:24
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Rohrer Offline
Federgewicht
*****

Beiträge: 52
Registriert seit: Jun 2018
Beitrag #4
RE: Stopping by Woods / Robert Frost
Inmitten der Wälder…

Ich weiß wohl, dass es seine Wälder sind,
sein Haus im Dorf kennt mein Gesell, der Wind.
Er sieht mich hier nicht. Weil ichs nie versteh,
halt ich dort an, da ist bloß tiefer Schnee.

Mein kleiner Gaul, wie seltsam quer er schaut:
ein Halt im Nirgendwo - wie schwer er kaut,
an jenem Tümpel, der im Wald vereist,
im tiefsten Schwarz der Nacht, so alt, verwaist...

Mir ist, als fragten seine Glocken fast
am Zaum, ob dies wohl ein Versehen wär?
Sonst hört man nur: die Winde wehen sehr
und ist auch bloß der Flaum der Flocken Gast.

Der tiefen Wälder dunkler Hort, Gewalten!
Doch habe ich noch stets mein Wort gehalten,
und bis zum Schlaf ist es noch meilenweit,
ja vor dem Schlaf lauf ich noch meilenweit...
31.03.2019 16:58
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