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E. A. Robinson: The Laggards
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Beiträge: 5.029
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
USA E. A. Robinson: The Laggards
Edwin Arlington Robinson
1869 –1935 USA

The Laggards

Scorners of earth, you that have one foot shod
With skyward wings, but are not flying yet,
You that observe no goal or station set
Between your groping and the towers of God

For which you languish, may it not be odd
And avaricious of you to forget
Your toll of an accumulating debt
For dusty leagues that you are still to plod?

But many have paid, you say, and paid again;
And having had worse than death are still alive,
Only to pay seven fold, and seven times seven.

They are many; and for cause not always plain,
They are the laggards among those who strive
On earth to raise the golden dust of heaven.



Die Nachhut

Du Weltverächter, der voll weisen Spottes,
mit einem Flügelschuh nun doch nicht fliehst,
der du nicht Ziel, noch die Etappe siehst
in deinem Tappen zu den Türmen Gottes
,
für die du dich erschöpfst, für die du siechst:
Ist es nicht Geiz, wenn Du am Weg nicht zollst
für die erworbne Schuld, so wie du sollst,
auf dieser Aschenbahn, auf der du kriechst?

So mancher zahlte, zahlt erneut, sagst du,
und hat es schlechter als im Tod vielleicht,
um siebenmal sich siebenfach zu geben.

So viele sinds; Sie haben es nicht leicht.
Sie sind die Nachhut diesem langen Zug
um Himmelsstaub vom Boden aufzuheben.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.05.2010 20:53 von ZaunköniG.)
09.05.2010 16:36
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Sneaky Offline
Metrik-Matador
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Beiträge: 1.615
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #2
RE: E. A. Robinson: The Laggards
Hallo Zaunkönig,

nicht leicht, dieser Text, vor allem das Ende scheint mir nicht eindeutig, auch wenn ich es ebenso wie du mehr positiv gesehen habe.

Ihr Weltverächter, einen Schuh beschlagen
mit Himmelsschwingen, unerprobt im Flug,
die ihr kein Ziel beachtet, kein „Genug“
bei eurem Griff nach Gott,- all euer Klagen

erscheint als seltsam gieriges Betragen,
da ihr vergaßt für euren Pilgerzug,
der viele Meilen Wüste noch betrug,
zu zahlen. Die Schuld wächst mit den Tagen.

So viele, sagt ihr, zahlten, zahlen vollen
Tribut, ertragen mehr als Tod und leben,
nur um noch siebenundsiebzigfach zu geben.

So viele sind es, die, warum auch immer,
dort Nachhut sind, wo andere den Schimmer
des Himmelslichts auf Erden mehren wollen.

Never sigh for a better world it`s already composed, played and told
10.05.2010 11:11
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ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
****

Beiträge: 5.029
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #3
RE: E. A. Robinson: The Laggards
Hallo Sneaky,

Ja, grammatisch ist das nicht so eindeutig, wer da den Schimmer vom Boden klaubt.
Aus dem Kontext aber würde ich sagen, daß es nicht die Weltverächter sind, die mit ihrem Flügelschuh gen Himmel streben,
sondern die Nachhut, die in Demut den Blick nach unten wendet, und darum nicht so schlecht dran ist, wie es erstere meinen.

Eine Kleinigkeit noch:
sieben mal sieben ist nicht siebenundsiebzig.
Da wolltest du wohl um jeden Preis eine andere Lösung finden?

LG ZaunköniG

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
12.05.2010 11:58
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