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Giacomo Leopardi: L'Infinito
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
Italien Giacomo Leopardi: L'Infinito
Giacomo Leopardi
1798 - 1837 Italien

L'Infinito

Sempre caro mi fu quest'ermo colle,
E questa siepe, che da tanta parte
De l'ultimo orizzonte il guardo esclude.
Ma sedendo e mirando, interminato
Spazio di là da quella, e sovrumani
Silenzi, e profondissima quiete
Io nel pensier mi fingo, ove per poco
Il cor non si spaura. E come il vento
Odo stormir tra queste piante, io quello
Infinito silenzio a questa voce
Vo comparando: e mi sovvien l'eterno,
E le morte stagioni, e la presente
E viva, e 'l suon di lei. Così tra questa
Infinità s'annega il pensier mio:
E 'l naufragar m'è dolce in questo mare.



Auch hier diente mir eine reimlose Übertragung von Peter Hauff als Vorlage:
http://2037.rapidforum.com/topic=130474088172


Unendlichkeit
Ü: ZaunköniG

Und immer neu erfreute mich der Hain
auf seiner Kuppe, der den Blick verstellt
auf dieses grenzenlose Himmelszelt.
Und bald stellt sich in dieser Ruhe ein

die Vorstellung von so viel tiefren Räumen,
aus uferlosem Stillsein nur gewoben
und jeder Unbill dieser Welt enthoben.
Den sanften Hauch des Windes in den Bäumen

vergleiche ich der weltentrückten Ruhe,
bedenk die toten Welten, Ewigkeit
und diese Gegenwart mit ihrem Klang,

Entfliehe unsrem hektischen Getue,
versink im Meer der Unermeßlichkeit
und geb mich willig in den Untergang.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.05.2010 00:08 von ZaunköniG.)
21.01.2007 14:35
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