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Jóhann Sigurjónsson: Vorið er liðið, ilmur ungra daga...
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Beitrag #1
Island Jóhann Sigurjónsson: Vorið er liðið, ilmur ungra daga...
Jóhann Sigurjónsson
1880 - 1919 Island


Vorið er liðið, ilmur ungra daga
orðið að þungum, sterkum sumarhita,
æskan er horfin, engir draumar lita
ókomna tímans gráa sinuhaga.

Við erum fæddir úti á eyðiskaga,
eilífðarsjórinn hefur dimma vita,
fánýtar skeljar fyrir blóð og svita
fengum við keyptar, það er mannsins saga.

Þó hef ég aldrei elskað daginn heitar
eilífðarnafnið stafar barnsins tunga
fátæka líf! að þínum knjám ég krýp,

áþekkur skuggablómi, er ljóssins leitar,
leggurinn veldur naumast eigin þunga
fórnandi höndum þína geisla eg gríp.




Der Frühling geht, dem Morgen liegt schon inne
die schwere Sommerhitze. Ist auch kaum
die Jugend fort, färbt sich der Wiesentraum
schon fremd und grau, schon ordnen sich die sinne.

Wir schmecken aus dem Land, das immer karger,
den Immerlenz, ob man das Dunkel weiß:
Die Fahnen knallen noch vor Blut und Schweiß:
In Sümpfen fährt sich fest die Menschheitssaga.

Ich kann die große Liebe nicht bezeugen;
Das Glück liegt ganz allein auf Kinderzungen.
Das Leben will sich keinen Zwängen beugen:
Wie Schattenblumen sich ans Licht gerungen;
so wird das eigene Gewicht zur Qual,
hebt man die Hände auf an jeden Strahl.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
30.08.2010 10:13
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