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Winter ade
Dieter Lunow Offline
Formalist
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Beiträge: 107
Registriert seit: Jul 2009
Beitrag #1
Winter ade
Winter ade

Der Winter nährt mit trüben kalten Klammern
die Sehnsucht, dass die Sonne länger scheine
und auch der Schnee bald nur als Regen weine
die Hoffnung auf den Frühling wird zum Jammern

Das erste Grün. - Die Medien verbreiten
was wo gesichtet, andächtig bestaunt
und optimistisch wird dabei geraunt:
dem Winter scheint die Macht doch zu entgleiten.

Jetzt, ruft das Leben, alles neu gebären
Natur erwacht im bunten frischen Kleid
dem Frühling öffnen sich die Herzen weit
wenn Flora, Fauna fruchtend sich bewähren

Der Frühling bleibt die Wonnezeit im Jahr
Beginn des Lebens - einfach wunderbar
© Dieter Lunow
08.02.2011 23:17
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koni Offline
Formalist
*****

Beiträge: 102
Registriert seit: Jun 2009
Beitrag #2
RE: Winter ade
hallo dieter! so was les ich gerne... der winter dauert ja in unseren breiten derart lange, dass man oft ein ende gar nicht mehr für möglich hält. dein gedicht macht mir persönlich also mut.

ich stoß mich ganz leicht am wort medien, aber ich denke das ist betonungssache, nur.

sehr gelungen; ein grund für mich jetzt einen spaziergang zu machen. Smile

wann immer ich eine möwe vor meinem fenster sehe weiß ich: ich bin am festland oder zumindest in festlandnähe.
09.02.2011 14:54
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peterhauff Offline
Federgewicht
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Beiträge: 49
Registriert seit: Mar 2008
Beitrag #3
RE: Winter ade
Ich komme mit dieser Doppelzeile einfach nicht klar,
die grammatischen Bezüge sind mir zu kompliziert!
Zitat:Das erste Grün, die Medien verbreiten
was wo gesichtet, andächtig bestaunt

Was ich ebenfalls zur Korrektur vorschlage:
Zitat:wenn Flora, Fauna fruchtend sich bewähren

Können Pflanzen und Tiere sich wirklich "bewähren"?
auf -ehren / -ähren gibt's bestimmt bessere Reime.

Nur so als Vorschlag...

.
"Lorsque nous serons mort, on parlera de vie" (Jules Supervielle)
09.02.2011 15:45
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ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Beiträge: 5.020
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #4
RE: Winter ade
Die Konfusion über den Zeilen 5& ist glaube ich, nur eine Frage der Interpunktion:

Das erste Grün. - Die Medien verbreiten
was wo gesichtet, andächtig bestaunt
und optimistisch wird dabei geraunt:
dem Winter scheint die Macht doch zu entgleiten.


Die Bewähren-Stelle finde ich auch nicht überzeugend, zumal ich Frucht eher mit Sommer in Verbindung bringe.

LG ZaunköniG

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
09.02.2011 18:05
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peterhauff Offline
Federgewicht
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Beiträge: 49
Registriert seit: Mar 2008
Beitrag #5
RE: Winter ade
Nach meinem Sprachgefühl fehlt nach "gesichtet"
immer noch ein "wurde" oder "worden sei".

Danach würde ich ein Subjekt nennen - genügt ja schon:
"man staunt"

.
"Lorsque nous serons mort, on parlera de vie" (Jules Supervielle)
09.02.2011 18:39
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Dieter Lunow Offline
Formalist
*****

Beiträge: 107
Registriert seit: Jul 2009
Beitrag #6
RE: Winter ade
Hallo koni,
Deine Antwort freut; ja, es ist (für mich) Betonungssache.
HG Dieter
Hallo Zaunkönig,
ich danke Dir für Deinen konstruktiven Beitrag, Du hast vollkommen recht, es ist eine Frage der Interpunktion, und genauso werde ich den Text verbessern.
Zum „bewähren“ - ich meinte (und meine es immer noch) dieses
... wenn … sich bewähren …
bedeutet doch auch
… wenn Erwartungen sich erfüllen ….
HG Dieter
Hallo peterhauff,
Deine Zuschrift freut – Zaunkönig hat ja das, was unverständlich erschien, verständlich gemacht.
Bei „gesichtet“ sehe ich keinen Beanstandungsgrund.
HG Dieter
10.02.2011 12:44
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