Antwort schreiben 
 
Themabewertung:
  • 0 Bewertungen - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
John Stewart of Baldynneis: As dryest dust...
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
****

Beiträge: 5.078
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
Gb-Schottland John Stewart of Baldynneis: As dryest dust...
John Stewart of Baldynneis
ca. 1550 - 1605 Grossbritannien


As dryest dust - winddrift in drouthie day -
Quhyls lychts on lords and ladies of renoune,
Quhyls on thair face and quhyls on thair array
And quhyls upon ane kingis statlie croune;

Yit as it cums sum ay are bussie boune
To cleinge it thence, so that it finds no rest
Quhill to the erth it be againe snipt doune:
So mortal men, quho dois thair mynd molest

To be in gloir coequall with the best,
Thocht for ane space thay volt with waltring wind,
Doune to the ground thay sall againe be drest,
For few aloft may fortouns firmtie find.

Bot ay the swyfter and moir hich thay brall,
Moir low and suddance cums thair feirfull fall.




Wie Staub - der Wind fasst ihn an trocknen Tagen -
ruht Licht auf ehrenwerten Herr'n und Damen,
auf den Gesichtern, Kleidern, die sie tragen,
auf Kronen, die das Herrscherhaupt umrahmen;

Obwohl manch Auge doch mit regem Blick
sich daran heftet, findet's keine Ruhe.
Man wirft es auf die Erde bald zurück:
So auch der Mensch, sein geistreiches Getue

im Glanz zu stehen gleich den Besten und
noch höher aufzusteigen mit den Winden.
So dürre sinken sie zurück zum Grund.
Manch einer mag ein höhres Glück zwar finden;

Sie mögen schneller steigen, mit mehr Drall,
doch um so fürchterlicher ist ihr Fall.


.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.07.2016 10:52 von ZaunköniG.)
25.08.2011 18:42
Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Antwort schreiben 




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste