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William Beckford: Elegiac Sonnet to a Mopstick
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
****

Beiträge: 5.289
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
GB William Beckford: Elegiac Sonnet to a Mopstick
William Beckford
Elegiac Sonnet to a Mopstick


Straight remnant of the spiry birchen bough,
That over the streamlet wont perchance to quake
Thy many twinkling leaves and, bending low,
Beheld thy white rind dancing on the lake--
How doth thy present state, poor stick! awake
My pathos--for, alas! even stripped as thou
May be my beating breast, if ever forsake
Philisto this poor heart; and break his vow.
So musing on, I fare with many a sigh
And meditating then on times long past,
To thee, lorn pole! I look with tearful eye,
As all beside the floor-soiled pail thou art cast;
And my sad thoughts, while I behold thee twirled,
Turn on the twistings of this troublous world.




Elegisches Sonett auf einen Schrubberstiel
Ü: ZaunköniG

Du Rest von einem schlanken Birkenzweig,
gewohnt vielleicht an einem Bach zu stehn,
erzitternd wenn die leichten Winde gehn,
den weißen Stamm dem wasser zugeneigt –

Was bist du nun, du armer Stock! Fach nur
mein Pathos an! mein Mitleid. Nackt wie du
sei meine Brust, verraten immerzu
Philister dieses Herz und brechen ihren Schwur.

So sinne, seufze ich, gedankenweit
und meditiere still für lange Zeit
um dich mit feuchten Augen, armer Stiel,

wenn ich dich in dem trüben Kübel tränke.
Und die Gedanken, während ich dich schwenke,
finden in den Windungen kein Ziel.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.05.2010 17:07 von ZaunköniG.)
28.01.2007 12:35
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Sneaky Offline
Metrik-Matador
*

Beiträge: 1.630
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #2
RE: William Beckford: Elegiac Sonnet to a Mopstick
elegisches Sonett an einen Wischmop
Ü: sneaky

Du Rest von einem schlanken Birkenast
warst es gewohnt dem Bach dein Laub zu zeigen
Dich über einem stillen Teich zu neigen
Zum Abbild deiner Rinde ohne Hast--

Dein Niedergang, du armer Stock, erfasst
und weckt mein Pathos, denn auch ich werd` schweigen
so nackt wie du, verstummt in mir der Reigen,
bin ich dem Liebsten einmal eine Last.

So seufz ich hier und spinne mich ins Grübeln,
denke an Werden, Sein und ans Vergehen.
Auf dich du Stock, da neben schmutz`gen Kübeln

da muss mein trübes Auge dich jetzt sehen.
Mein dumpfes Brüten kreist bei deinem Fegen
um diese Welt mit ihrem Schlingenlegen.

Never sigh for a better world it`s already composed, played and told
28.01.2007 15:29
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