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Spielkram: Aufgegebenes Akrostichon (2)
ZaunköniG Offline
Homme de lettres
***

Beiträge: 4.312
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #23
RE: Spielkram: Aufgegebenes Akrostichon (2)
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Verzeihen Sie, ich muss sie unterbrechen:
Organigramme lösen kein Problem!
Realität ist nicht so angenehm,
So klar, so sauber definiert. Wir sprechen
Charakterköpfe an, die selber denken.
Hat sich dort mal ein Miston eingeschlichen,
Lässt sich darüber reden.
------------------------------ Längst beglichen,
Auf unsre Art - ein Thema lässt sich lenken -
Geht dieses Interview am Kern vorbei.
Freiheitlich bleibt der Kopf auch mit Toupet,
Obwohl die Medien ihn eitel nennen.
Lancieren wir ein feiles Konterfei
Garniert die Presse, so wie wir sie kennen,
Triviale Titel und die Botschaft ist passé.


und weiter gehts:


W
I
E
H
A
S
E
U
N
D
I
G
E
L

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
11.06.2013 23:38
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pumukel Offline
Lyropraktiker
**

Beiträge: 69
Registriert seit: Dec 2009
Beitrag #24
RE: Spielkram: Aufgegebenes Akrostichon (2)
Dass "Vorschlag folgt." als Vorschlag aufgefasst wird, war zwar nicht meine Intention, aber ich füge mich da umso erfreuter der Zeichen Heiligkeit (bzw. dem vierzehnlettrigen Zufall). Vielleicht war dir die nicht vorhandene Absicht ja auch bewusst und hast deshalb mit dem ersten Vers meine Denkarbeit für einen neuen Vorschlag unterbrochen? Jedenfalls, als ich als Kind der Geschichte vom Hasen und dem Igel lauschte, da nahm ich nicht an, eines Tages während Akrostichon-Sonett-Spielereien wieder darauf zu treffen. Aber ich tat es:

Wir wissen es bestimmt: am Ende wird er sterben.
In seinem Leben kann er Ruhm und Ehr umwerben.
Er schlägt damit der Welt jedoch nur feine Kerben.

Heldentaten braucht die Menschheit nur—die Welten
arrangieren sich problemlos mit dem Bösen.
Sicher ist soviel: ein Mensch kann nicht erlösen.
Er strebt als Bäumefäller auch zu den Gefällten.

Uns läuft die Zeit davon, und trotzdem steht sie still.
Natürlich ist das so, wenn man durch Rennen will,
dass die Gefahr sich fürchtend fügt gedrängtem Drill.

Im Grunde ist das Wesen des sakral-monströsen
Garten Eden doch kein Platz fürs lange Zelten.
Einsicht, als zwei Igel sich an Enden stellten:
Läuft der Hase schneller, wird er früher dösen.

Und dann:

Zartes Gewitter.
12.06.2013 02:31
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ZaunköniG Offline
Homme de lettres
***

Beiträge: 4.312
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #25
RE: Spielkram: Aufgegebenes Akrostichon (2)
Zinnober leuchtets über scherenschnittig
Anmutendem Gehölz am Horizont.
Rosé schiebt sich ein Schäfchen vor den Mond,
Tumult im Ährenfeld, Zerzauster Fittich
Eines Bussards; stoisch auf dem Weidepfosten,
Sieht er die Wetterwand jenseits des Flusses.
Gedrängt zum Zeugen eines Götterkusses:
Erst funkt es in den Wolken überm Osten
Wie Heras strenger Blick, der lockt und droht.
Ihr Mund schwillt rot und loht wie die Anthurie.
Titanen werden weich, doch nicht als Furie
Trifft sie auf Zeus: Ein Regenguß entkrampft
Etwas das hochgereizte Spiel und bot
Remis. Die Wolken ziehn. Die Wiese dampft.

und nun ein Themenwechsel:

P
F
L
E
G
E
S
T
U
F
E
Z
W
O

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
13.06.2013 00:02
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pumukel Offline
Lyropraktiker
**

Beiträge: 69
Registriert seit: Dec 2009
Beitrag #26
RE: Spielkram: Aufgegebenes Akrostichon (2)
P ersönlich noch ganz fern von mir, wie Vielen
F ürsorglich, privat oder verstaatlicht, sich
L eute widmen, ohne die sie wohl verfallen.
E s ist schon ein Geschenk in Lebensspielen,
G esund in jungen Jahrn zu sein mit jedem Strich.
E in wenig Demut darf hier durchaus schallen.

S achgerecht versorgen wir die schwachen Glieder.
T rickbetrüger sind von alter Welt. Doch fragen
U nd bezweifeln kann man trotzdem immer wieder:
F ür wen wird definiert, wer muss es tragen?
E inzeln Würden wahrn in Freiheit oder bieder?

Z eit vergeht im Flug und mit ihr eignes Streben.
W o gestern Stärke war, erschwacht nun Leben.
O bliegt es mir, den Schwächeren zu geben?


F
A
L
S
C
H
A
N
N
A
H
M
E
N
25.08.2013 14:59
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