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James Joyce: Tutto è sciolto
Silja Offline
Eleve
****

Beiträge: 463
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
Irland James Joyce: Tutto è sciolto
A birdless heaven, seadusk, one lone star
Piercieng the west
As thou, fond heart, love's time, so faint, so far,
Rememberest.

The clear young eyes' soft look, the candid brow,
The fragrant hair,
Falling as through the silence falleth now,
Dusk of the air.

Why then, remembering those shy,
sweet lures, repine,
When the dear love she yielded with a sigh
Was all but thine?

Trieste 1914

Tutto è sciolto - Alles ist verflossen

Ein vogelloser Himmel, Dämm'rung, einsamer Stern
stechend im West,
als du, mein Herz, der Liebe dich, so schwach, so fern
Erinnertest.

Der klaren, jungen Augen sanfter Blick, die helle Mien',
der Haare Duft,
Wehend wie durch die Stille wehet jetzt dahin,
die Abendluft.

Warum soll im Gedenken an Lockung süß und scheu
denn Klage sein,
Wenn zarte Liebe seufzend sie dir gab so treu
und einst wohl dein?
04.04.2012 07:47
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ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
****

Beiträge: 4.915
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #2
RE: James Joyce: Tutto è sciolto
Hallo Silja,

ist der gute Joyce nun auch schon so lange Tod...

Das Gedicht hat eine interessante Struktur, die Du auch gut nachgebildet hast.
Die Reime folgen so dicht aufeinander, beinahe schon ein reicher Reim!
Das war bestimmt nicht einfach.

LG ZaunköniG

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
06.04.2012 19:19
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Josef Riga Offline
Wort-Akrobat
**

Beiträge: 325
Registriert seit: Aug 2014
Beitrag #3
RE: James Joyce: Tutto è sciolto
(04.04.2012 07:47)Silja

Trieste 1914

[b' schrieb:  
Tutto è sciolto - Alles ist verflossen[/b]

Ein vogelloser Himmel, Dämm'rung, einsamer Stern
stechend im West,
als du, mein Herz, der Liebe dich, so schwach, so fern
Erinnertest.

Der klaren, jungen Augen sanfter Blick, die helle Mien',
der Haare Duft,
Wehend wie durch die Stille wehet jetzt dahin,
die Abendluft.

Warum soll im Gedenken an Lockung süß und scheu
denn Klage sein,
Wenn zarte Liebe seufzend sie dir gab so treu
und einst wohl dein?

Hallo Silja,

auch wenn sich Joyce selbst eine Unregelmäßigkeit am Anfang der dritten Strophe erlaubt, lebt das Gedicht vom strengen Wechsel von 5-hebigen Lang- und 2-hebigen Kurzversen. Die Kurzverse hast Du so gestaltet, warum nicht auch die Langverse entsprechend? Da geht es mir ein wenig zu sehr durcheinander.
Gruß
Josef
24.08.2016 21:55
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