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John Reade: The Dark Ages
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
Canada John Reade: The Dark Ages
John Reade
1837 - 1919 Canada


The Dark Ages

The years through which aught that hath life, O Sun,
Hath watched or felt thy rising, what are they
To those vast æons when, from night to day,
From dawn to dark, thy circuit thou didst run,

With none to greet thee or regret thee; none
To bless thy glowing harbinger of cloud,
Rose-tinted; none to sigh when, like a shroud,
The banner of Night proclaimed her victory won?

Yet, through that reign of seeming death, so long
To our imperfect ken, the marvellous force
Which means to ends adjusts in Nature's plan
Was bringing to the birth that eye of man,
Which now, O Sun, surveys thy farthest course--
A speck amid the countless starry throng.


Die dunklen Zeitalter

Durch all die Jahre sah was lebt hinauf
zu dir, oh Sonne, deinem Aufgehn, mag
Äonen schon erspürt haben von Tag
und Nacht in deinem ewig gleichen Lauf.

Und niemand zu begrüßen in der Sonne,
kein Segen deinem Boten und kein Fluch
den rosa Wolken, nicht dem Leichentuch
der Nacht, wenn sie, für eine Frist, gewonnen.

Es schien durch Todesherrschaft, ihre Länge,
in unsrem unvollkommnen Blick die Kraft,
die meint zu ändern der Natur den Plan, -
die einst das Auge eines Menschen schaffte,
das nun die Sonne sieht und ihre Bahn:
ein Ausschnitt aus der riesen Sternenmenge.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
18.03.2013 10:15
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Silja Offline
Eleve
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Beiträge: 464
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #2
RE: John Reade: The Dark Ages
Hallo Zaunkönig,
hier bin ich auch mal wieder.

Bei der obigen Übersetzung bist du meiner Ansicht nach ein wenig vom Wege abgekommen. Denn in deiner Übertragung kommt, finde ich zumindest, die Gegenüberstellung der unendlich langen Zeit, in der kein Mensch die Sonne sah und ihr Beachtung schenkte (weil es eben noch keine Menschen gab), und des Menschenzeitalters ("what are they to those vast aeons?") nicht so recht zum Ausdruck.

Und in den Terzetten findet sich dann die Erkenntnis, dass sich in dieser Zeit, die so lang und tot erschien, eben das Wunder des Menschen oder Menschenauges anbahnte, indem die Kraft der Natur die Mittel dem gewünschten Zweck anpasste und das richtige Ergebnis hervorbrachte - und trotzdem ist die Erde natürlich nur ein Staubkorn im sternenreichen Universum.

Also ich finde, da musst du noch mal ran, aber du kannst sicher viele der bestehenden Formulierungen wiederverwenden.

LG Silja
18.03.2013 23:01
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ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Beiträge: 5.000
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #3
RE: John Reade: The Dark Ages
Hallo Silja,

Ich bekenne mich schuldig im Sinne der Anklage; da sind mir einige Bezüge verwischt.

Bestehende Formulierungen wiederverwenden? Sollte man meinen, daß das geht, aber irgendwie zeigt sich der Text gerade etwas sperrig. Da muß ich wohl noch einen Tag drüber schlafen.
Eine Neufassung kommt aber auf jeden Fall in den nächsten Tagen. Mal schauen, was sich machen läßt.


LG ZaunköniG

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
20.03.2013 19:51
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ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
****

Beiträge: 5.000
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #4
RE: John Reade: The Dark Ages
Dann versuche ich mich nochmal ein Stückchen zu nähern:


So lange sieht, was lebt, zu dir hinauf,
oh Sonne, deinem Auf- und Untergang,
doch sind die Jahre im Vergleich nicht lang,
den Ewigkeiten deines Sternenlaufs,
als niemand dich begrüßen konnte, Sonne,
als Segen nahm dein Licht, und nicht verflucht
die roten Wolken und das Leichentuch
der Nacht, die eine kurze Frist gewonnen.

Durch Todesherrschaft unermessner Länge
entwickelte sich unsrem Blick die Kraft,
die meint zu ändern der Natur den Plan,
die einst das Menschenauge erst erschaffte,
das nun die Sonne sieht auf ihrer Bahn
als kleines Fünkchen in der Sternenmenge.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
23.03.2013 11:30
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