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William Watson: The World in Armor 1
#1
GB 
William Watson
1858 - 1935


The World in Armor

1


Under this shade of crimson wings abhorred
That never wholly leaves the sky serene,
While Vengeance sleeps a sleep so light, between
Dominions that acclaim Thee overlord--
Sadly the blast of Thy tremendous word,
Whate'er its mystic purport may have been,
Echoes across the ages, Nazarene:
Not to bring peace Mine errand, but a sword.
For lo, Thy world uprises and lies down
In armor, and its Peace is War, in all
Save the great death that weaves War's dreadful crown;
War unennobled by heroic pain,
War without triumph, without glorious fall;
War that sits smiling, with the eyes of Cain.



Die Welt in Rüstung

1


Die Flügelschatten sind nicht zu ertragen,
wo Laub den Himmel nicht befrieden darf.
Vergeltung schläft so einen leichten Schlaf
wo ganze Reiche Dich im Banner tragen.

Dein fürchterliches Wort uns so beschwert;
welch rätselhafter Sinn wohl drin besteht,
der uns noch widerhallt aus Nazareth:
"Nicht Frieden bring ich euch, sondern das Schwert."

Sieh, deine Welt steht auf und fällt auch ganz
gerüstet, denn ihr Fried ist Krieg. In allem
flicht der Tod des Krieges Schreckenskranz;

Krieg, ungeadelt durch der Helden Pein,
Krieg ohne Sieger und ruhmreiches Fallen,
Krieg der nur lächelt mit dem Blick des Kain.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#2
Hallo Zaunkönig,

das Original (-Matthäus 10.34 der Ursprung?) ist ein wenig schwergängig, wenn man bedenkt, dass der Autor 1935 erst verstorben ist. Da sind schon einige archaische Redewendungen drin. Auf die Schnelle ist mir in Zeile 2 ein Übertragungsfehler von dir aufgefallen.

Dort wird von "leaves" gesprochen, das du mit "LAub" übertragen hast. Das wäre leaf bzw. Leafs. Das "leaves" ist aber ein Verb i.S.v. "niemals den Himmel ganz gelassen lässt" lassen/sein lassen wäre da die richtige Lösung.

Das "abhorred" aus Zeile eins könnte sich auch beziehen auf das "tremendous word", zumindest hab ichs am Anfang so gelesen:

Also:
Gefürchtet unter dem Schutz/schatten dieser blutroten Schwingen

....
...............dein gewaltiges Wort....

Das mit dem PEin/Cain würde ich mir überlegen. Pein klingt in Verbindung mit Helden eher zu schwach. Du kannst vielleicht den Cain in die Satzmitte nehmen (als ÜBerlegung)
Krieg, der so blickt wie KAin und lacht oder sowas in der Art.

Gruß

Sneaky

Hier mal eine Variante auf die Schnelle nach meiner LEsart

Verabscheut unter Schatten roter Schwingen,
der nie dem Himmel echten Frieden schenkt,
wo man selbst schlafend an der Rache hängt,
in Landen, die dir Treueschwüre bringen-
hört man das Echo durch die Zeit erklingen
vom Trauerwort, das uns zum Rätseln drängt,
oh Nazarener. “Statt des Friedens, denkt,
bring ich das Schwert." Zu neuem Ringen

ersteht die Welt gepanzert jeden Tag,
ihr Frieden ist der Krieg, der immer wacht,
den nur der Tod, der ihn als Schreckhelm trägt,
je endigt. Krieg, der meuchelt, Schlag auf Schlag
stets während, den kein Heldenruhm bewegt,
Ein Krieg, das Kainsmal auf der Stirn, der lacht.
Never sigh for a better world it`s already composed, played and told
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#3
Hallo Sneaky,

Danke für den Hinweis auf Zeile 2. Meine Umbauten ziehen sich aber noch etwas hin.

Zu deiner Fassung:

Wer oder was wird da verabscheut? Das Lyrich selbst? Das wird irgendwie nicht ganz klar bei dir. Die Schlusszeilen laufen rund bei Dir, auch ohne den Pein-Kain-Reim, aber der Dreiklang aus gleichen Zeilenanfängen ist leider verloren gegangen. Nicht zwingend notwendig für den Text, aber ich möchte ihn als Stilmittel eigentlich erhalten. Mal schauen ob ich noch eine andere Lösung finde.

Liebe Grüße

ZaunköniG
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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#4
Die Welt in Rüstung

1

Man kann den Flügelschatten nicht ertragen,
der roten Himmel nicht befrieden darf.
Vergeltung schläft so einen leichten Schlaf
wo ganze Reiche Dich im Banner tragen,

dein fürchterliches Wort uns so beschwert,
das Rätsel, welcher Sinn wohl drin besteht,
wenn es uns widerhallt aus Nazareth:
"Nicht Frieden bring ich euch, sondern das Schwert."

Sieh, deine Welt steht auf und fällt auch ganz
gerüstet, denn ihr Fried ist Krieg. In allem
flicht der Tod des Krieges Schreckenskranz;

Krieg ohne heldenmütiges Geschick,
Krieg ohne Sieger und ruhmreiches Fallen,
Krieg der, wie Kain einst, lächelnd auf dich blickt.
Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
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