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Emil Aarestrup: Tag dette Kys, og tusind til, du Søde,
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
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Beitrag #1
Dänemark Emil Aarestrup: Tag dette Kys, og tusind til, du Søde,
Tag dette Kys, og tusind til, du Søde,
Lad Øiet tale frit, Amor indskrsenker
Kun Stemmens plumpe Sprog; og i hans Lænker
Er Kys, Omfavnelser ei nogen Brøde.

Jo tiere sig vore Læber møde,
Jo meer beruust paa ingenting jeg tænker.
Min Prosa jeg til Cancelliet skjænker,
Og saa kan Riim og Vers elskværdigst gløde.

Vel føler jeg, for Elskovsild tilfulde
Er Formen, skal den være reen og plastisk,
Kun den, som dine Arme aabner, Hulde.

Men for min Tænksomhed et Net jeg fletter,
For mine Viisdomssuk, et ret elastisk,
Og dog et smukt og snævert, i Sonetter.




Nimm diesen und noch tausendeinen Kuß,
Laß Augen, Amor nicht mehr einzuschränken,
reden, statt den Mund, den ungelenken,
da so ein Kuß unschuldig bleiben muß.

Je öfter ich empfang den Lippenschluß
von dir, je weiter rauscht ins Nichts mein Denken.
Die Prosa mag ich Advokaten schenken
doch Reim und Vers erglühn im Flammenguß.

Ich fühl die späte Liebe, übervolle,
die Form, die rein sein soll und dennoch plastisch.
Du kannst frei deine Arme öffnen, Holde.

Nur ich such die Gedanken zu verketten
für meinen Weisheitsdurst so recht elastisch
und doch so schmuck und eng – halt in Sonetten.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
05.05.2014 08:21
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