Antwort schreiben 
 
Themabewertung:
  • 0 Bewertungen - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
W. B. Yeats: The Lake Isle of Innisfree
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
****

Beiträge: 5.356
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
Irland W. B. Yeats: The Lake Isle of Innisfree
William Butler Yeats
1865 – 1939 Irland


The Lake Isle of Innisfree

I will arise and go now, and go to Innisfree,
And a small cabin build there, of clay and wattles made;
Nine bean rows will I have there, a hive for the honey bee,
And live alone in the bee loud glade.

And I shall have some peace there, for peace comes dropping slow,
Dropping from the veils of the morning to where the cricket sings;
There midnight's all a glimmer, and noon a purple glow,
And evening full of the linnet's wings.

I will arise and go now, for always night and day
I hear lake water lapping with low sounds by the shore;
While I stand on the roadway, or on the pavements grey,
I hear it in the deep heart's core.



Die Seeinsel Innisfree

Nun will ich endlich gehn, auf Innisfree zu wohnen,
in einer Hütte, nur aus Holz und Lehm gebaut.
Ich will dort einen Bienenkorb, neun Reihen Bohnen,
den Bienen und dem Wald vertraut.

Ich werde Frieden finden. Frieden legt sich sacht,
sinkt aus dem Morgendunst in das Konzert der Grillen;
In Purpur glüht der mittag, Glitzern prägt die Nacht,
den Abend wird ein Flügelrauschen füllen.

Nun will ich endlich gehn, auf jetzt und immerdar
soll mich an meinem Strand dies Plätschern leis betören.
So muß ich's, während ich hier steh am Trottoir,
aus meines Herzens Innern hören.

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 05.03.2016 09:18 von ZaunköniG.)
05.03.2016 09:17
Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Sneaky Offline
Metrik-Matador
*

Beiträge: 1.630
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #2
RE: W. B. Yeats: The Lake Isle of Innisfree
Auf raff ich mich und gehe, mit Innisfree als Ziel
erbaue eine Kate, aus Weidenbast und Lehm,
neun Reihen Bohnenranken, ein Bienenstock samt viel
Gesumm - als Laut alleine angenehm.

Dort gibt’s ein bisschen Frieden, denn Frieden nimmt sich Zeit:
im Schleier frühen Morgens, erwacht das Grillenlied,
der Mitternacht voll Schimmer, des Mittags Purpurkleid,
flirrenden Finkenflügeln, verlässt der Tag mich müd.

Auf raff ich mich und geh jetzt, denn Nacht um Tag um Nacht
Tönts Wasserlied voll Kieseln, voll Schilf und Uferrund ,
in mir auf all den Straßen, auf Wegen, grau gemacht,
es singt am Herzensgrund

Never sigh for a better world it`s already composed, played and told
05.03.2016 15:51
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
ZaunköniG Offline
Maître du Sonnet
****

Beiträge: 5.356
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #3
RE: W. B. Yeats: The Lake Isle of Innisfree
Hallo Sneaky,


Weidenbast nennt man die Fasern unter der Rinde, aus der früher Seile und Netze gemacht wurden. Du meinst sicherlich Weidenruten.

Die 4 Zeile liest sich bei dir, als würde er sich ausschließlich am Bienensummen freuen, was angesichts der anderen Zeilen natürlich Unsinn ist. - und so steht es ja auch nicht im Original. Yeats schreibt nur, dass er selbst allein ist.

"Auf raff ich mich" ist eine in meinen Augen unnötige Inversion. Wolltest du die Betonung auf die erste Silbe legen? Auch das lese ich im Original anders, auch wenn die zweite Zeile dann etwas verwirrt durch ihren doppelten Auftakt.
"Ich raff' mich auf" fände ich natürlicher.

Schön, dass du die männlichen Endreime erhalten hast. Da war mir nichts gescheites eingefallen.

Gruß
ZaunköniG

Der Anspruch ihn auszudrücken, schärft auch den Eindruck.
06.03.2016 11:31
Webseite des Benutzers besuchen Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Antwort schreiben 




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste