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Morgensonne
Friedrich Offline
Verse-Schmied
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Beiträge: 208
Registriert seit: Jan 2007
Beitrag #1
Morgensonne
Heilend tropft dein Wesen mir in tiefe,
aufgeriss’ne Wunden, weiten Klänge,
sanft gehaucht, mir bitt’re Herzensenge,
so, als ob die Sonne wach mich riefe.

Schattengleich ich mit mir selbst wettliefe,
schien es, bloß gewahr der äuß’ren Zwänge,
du entlarvtest sie als eig’ne Fänge,
ein Verdienst, das gern ich dir verbriefe.

Sickert nicht dein Licht in jene Stellen,
die am Seelengrund verdorrt ich wähnte,
dort, wo Blüten im Verborg’nen quellen?

Selbstbetrug die Leiden nicht bezähmte,
falsche Hoffnung ließ die Zeit zerschellen.
Ich war es, der so sich blindlings lähmte.


© Friedrich 2005

Wonach immer du im Leben suchst - du findest es in dir.
Melos Merulae - Friedrich
29.01.2007 16:04
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